Tausende Menschen ohne Strom und Heizung 

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Eine Straßenbahnzug der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) schiebt am Donnerstag (09.12.2010) einen anderen Triebwagen in Richtung Lindenauer Markt.

Leipzig - Heftige Schneefälle haben am ersten Weihnachtstag den Straßenbahnverkehr in Teilen Sachsen-Anhalts lahmgelegt. Andernorts ist die Heizung ausgefallen. Und in Magdeburg sind Tausende Menschen ohne Strom.

In Zwickau mussten rund 5000 Haushalte ohne Heizung auskommen. Am frühen Morgen hatte es technische Probleme im Heizwerk des Zwickauer Energieversorgers gegeben, wie Geschäftsführer Volker Schneider sagte. Zunächst war daher nicht absehbar, wann Zwickauer wieder mit warmen Wohnzimmern rechnen konnten.

Wer die kalte Wohnung verließ, kam zumindest mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch nicht weit: Es fuhren keine Straßenbahnen mehr, wie die städtischen Verkehrsbetriebe berichteten. Auf einzelnen Strecken gab es halbstündlich Ersatzverkehr mit Bussen.

Ähnliche Probleme gab es in Leipzig. Am frühen Morgen wurde der Straßenbahnverkehr eingestellt und ein Notfahrplan mit Bussen eingerichtet, weil mehr als einen Meter hohe Schneewehen die Schienen bedeckten, berichtete Reinhard Bohse von den Verkehrsbetrieben. “Jetzt kann man allen Reisenden nur empfehlen, zu Hause zu bleiben.“

Fließender Verkehr momentan noch nicht absehbar

Im Altmarkkreis Salzwedel waren einige Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Herabgestürzte Bäume hatten am Donnerstagabend die Leitungen beschädigt, so dass zunächst tausende Menschen ohne Strom auskommen mussten. Im Laufe des Samstags sollten die verbleibenden Siedlungen wieder versorgt werden, wie eine Sprecherin des Energieunternehmens E.ON-Avacon sagte.

In Magdeburg fuhren wegen vereister Oberleitungen keine Straßenbahnen mehr. Die Verkehrsbetriebe richteten einen Notfahrplan mit Bussen ein. Statt der üblichen elf Buslinien und neun Straßenbahnen fuhren nur noch sechs Linien alle 45 Minuten. “Im Moment ist noch nicht abzusehen, wann die Leitungen wieder frei sind“, sagte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe.

Ähnliche Probleme gab es auch in Halle an der Saale. Wegen starker Schneefälle wurde bereits am Freitagabend der Straßenbahnverkehr komplett eingestellt. Mehrere Bahnen hatten sich in Schneewehen festgefahren, wie die Hallesche Verkehrs-AG am Samstag berichtete. Auch dort wurde ein Notfahrplan eingerichtet. Die Busse fuhren teilweise aber nur stündlich. Wann der Verkehr wieder fließt, war zunächst nicht absehbar.

Wenig los auf den Straßen - kaum Unfälle

Starke Schneefälle haben auch den öffentlichen Nahverkehr in Erfurt komplett zum Erliegen gebracht. Wie der Verkehrswarndienst berichtete, fuhren seit dem Vormittag weder Busse noch Straßenbahnen.

Zu Störungen kam es ebenfalls im Regionalverkehr der Deutschen Bahn. “Wir kämpfen hier mit dem Schnee“, sagte eine Sprecherin. Nach ihren Angaben verspäteten sich zahlreiche Züge. Wie lange Reisende im Durchschnitt warten mussten, konnte sie nicht abschätzen. Wegen Schneeverwehungen und Weichenstörungen seien auch vereinzelt Züge ausgefallen.

Ruhiger blieb es zunächst auf den Straßen des Landes. Nach Angaben der Polizei gab es keine größeren Unfälle. Viele Menschen ließen das Auto stehen und blieben drinnen im Warmen, sagte ein Sprecher der Polizei in Magdeburg.

dpa

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