Schnee-Chaos in Deutschland: Ausnahmezustand auf Straßen und Flughäfen

Straßen-Chaos und Verspätungen auf den Flughäfen

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Schnee-Chaos auch in Düsseldorf: Arbeiter räumen den verschneiten Flughafen in Düsseldorf. Nachdem es wegen der heftigen Schneefaelle zu massiven Flugausfaellen gekommen war, hat der Flughafen den Betrieb wieder eingeschraenkt aufgenommen.

Frankfurt/Main - Nach dem Schnee-Chaos am Frankfurter Flughafen (8000 Passagiere saßen fest), wird den ganzen Tag mit Behinderungen im Flugverkehr gerechnet. Auch auf den Straßen herrscht weiter Ausnahmezustand.

Nach dem Schnee-Chaos am größten deutschen Flughafen in Frankfurt werden weitere Behinderungen des Luftverkehrs erwartet. Die Probleme würden sich über den ganzen Tag hinziehen, auch wenn die Start- und Landebahnen wieder freigegeben seien, sagte Flughafen-Sprecher Jürgen Harrer am Dienstag. Betroffen seien Ziele in der ganzen Welt.

Auch die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa rechnet mit weiteren Verzögerungen. “Auch heute ist noch mit Verspätungen und Flugausfällen zu rechnen“, sagte Sprecher Patrick Meschenmoser. Allein die Lufthansa hatte am Montag rund 250 Flüge gestrichen. 

Betrunkener fährt mit zugeschneitem Auto

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In der Nacht zu Dienstag waren rund 8000 Passagiere blockiert. Mehr als 3000 Passagiere verbrachten am Flughafen, nachdem die Start- und Landebahnen desgrößten deutschen Airports wegen Schnee und Eis gesperrt wurden, wie der Flughafen berichtete. Helfer stellten nach jüngsten Angaben eines Sprechers rund 1000 Feldbetten auf. Etliche Passagiere mussten in Flugzeugen ausharren, die auf den Start warteten. Rund weitere 5000 Flugreisende wurden in umliegenden Hotels untergebracht. Am Morgen wurden alle Start- und Landebahnen wieder freigegeben.

Schneechaos am Flughafen: Darauf haben Passagiere Anspruch

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Nach Motto "Wenn ich nichts sehe, sieht mich auch keiner" hat ein Betrunkener in Celle versucht, mit seinem komplett schneebedeckten Auto durch die Stadt zu fahren. Beamte hätten den 33-Jährigen in der Nacht zum Dienstag in seinem zudem nur teilweise beleuchteten Wagen auf eisglatter Straße gestoppt. Der Mann hatte sich nur ein kleines Guckloch freigekratzt, ansonsten war keine der Scheiben vom Schnee befreit. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,43 Promille.

Im österreichischen Kärnten etwa hat ein Rentner sein Auto mit einem Heizstrahler enteisen wollen und es damit zum Explodieren gebracht. Der Wagen und die Garage brannten aus.

Lastwagenunfälle auf A3 und A45 in Hessen

Fahrzeuge des Straßendienstes räumen Schnee auf der Autobahn A52.

Fahrfehler haben zwei Lastwagenunfälle auf hessischen Autobahnen verursacht und den Verkehr erheblichbehindert. Auf der Autobahn 45 bei Wetzlar scherte ein Lastwagen nach dem Überholen zwischen Herborn Süd und Ehringshausen zu früh wieder ein, wie die Polizei berichtete. Die Fahrzeuge dahinter mussten stark bremsen; ein Lastwagen fuhr auf einen anderen auf, so dass dieser umkippte. Weitere drei Laster und zwei Autos kollidierten mit dem querliegenden Lastwagen. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Der Sachschaden beträgt nach Polizeiangaben rund eine halbe Million Euro.

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Da die Lastwagen stark ineinander verkeilt waren, zogen sich die Bergungsarbeiten nach Angaben eines Polizeisprechers hin. Die Autobahn war bis zum Vormittag in nördlicher Richtung gesperrt. Bei zwei Folgeunfällen wurden vier weitere Lkw beschädigt.

Auf der A3 bei Obertshausen nahe Offenbach verlor ein Lastwagen nach einem Unfall 600 Liter Diesel. Die Polizei vermutet einen Fahrfehler als Grund für den Unfall. Am Montagabend kam der Lastwagen nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte eine Böschung hinunter. Die Stützräder des Aufliegers durchbohrten den Tank. Da es nicht gelang, den Treibstoff zu binden, musste das Erdreich abgetragen werden. Für die Dauer der Arbeiten blieb die rechte Spur in Richtung Köln zunächst gesperrt.

Viehtransporter rammt Streufahrzeug

Ein vollbeladener Viehtransporter ist am Dienstagmorgen auf der A33 bei Paderborn auf ein Streufahrzeug des Winterdienstes aufgefahren. Dabei wurden der 46-jährige Fahrer des Streufahrzeugs und der 48-jährige Beifahrer im Viehtransporter schwer verletzt. 55 Kälber verendeten, wie die Bielefelder Polizei mitteilte. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Streuwagen über ein Brückengeländer und stürzte etwa zehn Meter tief in den Böschungsgraben. Der Viehtransporter geriet ebenfalls ins Schleudern.

Der Anhänger kippte um und blockierte die gesamte Fahrbahn. Die Autobahn musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Rund 100 Kälber überlebten den Unfall und wurden in ein anderes Fahrzeug umgeladen.

Kurzwettervorhersage des Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst hat am Dienstag folgende Kurzwettervorhersage für Deutschland veröffentlicht: “Heute im Norden und Osten zunächst noch Schneefall. In den übrigen Gebieten Niederschläge in Regen übergehend. Gebietsweise Glatteisgefahr. Südlich der Donau föhnige Aufheiterungen. Tageshöchsttemperaturen zwischen 0 Grad im Nordosten und bis zu 7 Grad im Südwesten. Mäßiger Wind aus südlichen Richtungen, auf den Bergen stürmisch und in den Alpen Föhnsturm mit orkanartigen Böen. In der kommenden Nacht gebietsweise Niederschläge, nach Süden hin meist als Regen, nach Norden hin Schnee. Die Tiefstwerte um 0 Grad, im Nordwesten leichter Frost.“

dpa/ap

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