Strafe: Jugendliche müssen Buch lesen

Fulda - Ein hessischer Richter lässt Schüler Bücher lesen statt Arrest anzuordnen. Die Strafe soll in besonderen Fällen eine Alternative zu den üblichen Möglichkeiten sein.

Zum Lesen verurteilt: Statt Arrest oder Arbeitsstunden droht jugendlichen Straftätern im Landkreis Fulda künftig ein Buch. Bei der Lektüre sollen die Jugendlichen einen anderen Blick auf ihre Taten bekommen, wie Jugendrichter Christoph Mangelsdorf der Nachrichtenagentur dpa erläuterte.

Die Maßnahme richtet sich nach Angaben vom Dienstag an Ersttäter und Jugendliche, die etwa aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer Schwangerschaft keine Arbeitsstunden leisten können. “Bei schwerwiegenden Delikten fällt die Alternative aber weg“, sagte Mangelsdorf.

Die Jugendlichen sollen eines von 14 ausgewählten Büchern zu Themen wie Sexualdelikten, Drogen, Alkohol und Mobbing mit Mitarbeitern der Jugendhilfe besprechen. Außerdem müssen sie Aufgaben in einer bestimmten Frist lösen.

dpa

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