1. Startseite
  2. Deutschland

Statt Omikron BQ.1.1: Warum BA.2.75.2 im Winter die gefährlichste Variante werden könnte

Erstellt:

Von: Bona Hyun

Kommentare

Bremen beginnt Corona-Impfungen mit angepassten Impfstoffen
Neue Corona Variante von BA.5. breitet sich aus: Warum der Subtyp BA.2.75.2. so gefährlich ist © Sina Schuldt/dpa

Das Coronavirus mutiert. Die Variante BA.2.75.2. könnte im Winter eine neue Corona-Welle auslösen. Wie gefährlich der Subtyp ist.

Leipzig – Der Corona-Winter steht bevor. Das Immunsystem ist nach zwei Jahren Corona geschwächt. Für den Winter prognostizierten Experten drei Szenarien im Winter, mit Omikron BQ.1.1 und XBB im Anmarsch. Jetzt kommt noch eine weitere Variante ins Spiel: Bisher ist wenig über die BA.2.75.2. bekannt. Studien ergaben, dass sie gefährlich ist und im Winter eine neue Corona-Welle auslösen könnte. Denn der Subtyp BA.2.75.2. kann der Immunität und dem Impfschutz gut ausweichen und sich schneller verbreiten als die Variante BA.5.

Neue Corona Variante von BA.5. breitet sich aus: Warum der Subtyp BA.2.75.2. so gefährlich ist

Erste Erkenntnisse über BA.2.75.2 legen hingegen nahe, dass die Symptome nach einer Infektion mit der Variante deutlich intensiver ausfallen. Bei den Symptomen handelt es sich laut MDR um klassische Corona-Symptome wie Fieber, Schnupfen, Kopf- oder Gliederschmerzen.

Nach einem ruhigen Sommer befürchtete Virologe Lauterbach eine Herbst-und Winterwelle. Damit hatte er nicht ganz unrecht, denn vor allem im Hinblick auf den Winter wird die Corona-Situation nicht besser. Derzeit sehen Virologen sehr viele neue Untervarianten entstehen. Björn Meyer, Virologe vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Universität Magdeburg, spricht im Gespräch mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) von einem „Sumpf neuer Untervarianten.“ BA.2.75.2 könnte eine dieser Varianten sein, welche für eine neue Corona-Welle sorgt.

Impfung gegen neue Omikron Variante BA.2.75.2.? Subtyp weicht Impfschutz leichter aus

Die Subtypen Omikron BA.2.75.2 und Omikron BQ.1.1 machen der Forschung zudem Sorgen wegen ihrer Immunflucht. Die Untervariante kann dem Schutz, den der Körper durch Impfungen aufgebaut hat, ausweichen. Eine schwedische Studie ergab, dass BA.27.5.2. die Zellen leichter infizieren kann, als BA.5. Sollte BA.2.75.2. dem Impfschutz wirklich gut ausweichen können, könnte sich die Variante schnell verbreiten.

BA.2.75.2 weist laut MDR acht Mutationen am Spike-Protein auf, während es bei der Variante BA.5 nur drei sind. Dadurch kann BA.2.75.2, auch Centaurus genannt, dem Immunsystem leichter ausweichen als andere Corona-Varianten. Trotz vorangegangener Infektion oder Impfung wäre eine Ansteckung möglich.

Wie viele Omikron Varianten gibt es?

In Deutschland dominiert seit Anfang 2022 die Omikron Variante. Insgesamt gibt es mehr als 200 Omikron-Varianten. Bei der Anzahl verlieren selbst Experten die Übersicht. Ralf Bartenschlager, Leiter der molekularen Virologie am Universitätsklinikum Heidelberg und Präsident der deutschen Gesellschaft für Virologie, sagt gegenüber der Süddeutschen Zeitung hierzu: Es wird langsam schwierig, den ganzen Varianten zu folgen“.

Gefährlicher als BA.5.: Corona Variante BA.2.75.2. breitet sich schneller aus

Der Subtyp BA.2.75.2. breitete sich zu Herbstanfang aus. Besonders in Indien und in den USA verbreitete sie sich schnell. In Deutschland gibt es bisher nur Einzelfälle. Der Subtyp BA.2.75.2. ist einer von vielen Mutationen des Coronavirus. Experten wie der Londoner Virologe Tom Peacock vermuten, dass BA.2.75 von der Omikron Variante BA.2 abstammt. Der Unterschied zur neuen Sublinie ist laut MDR, dass die Variante BA.5 und auch der Vorgänger BA.4 nicht etwa von BA.1, BA.2 oder BA.3 abstammen, sondern vom gemeinsamen Omikron-Vorläufer entspringen.

Neue Corona Varianten entwickeln laut Wissenschaftlern Wege, um sich gegen Antikörper zu wehren

Andere Corona-Mutationen könnten sich inzwischen gegen Antikörper wehren, vermuten Wissenschaftler laut MDR. Deshalb sei es erforderlich, dass Antikörper-Substanzen entwickelt werden, die gegen unterschiedliche Varianten und Subvarianten gleichzeitig wirken. Das würde mehr bringen, als mit neuen Impfstoffe den verschiedenen Varianten entgegenzuwirken.

Auch interessant

Kommentare