Spektakulärer Goldraub aufgeklärt

+
Der spektakuläre Goldraub von Ludwigsburg ist aufgeklärt.

Ludwigsburg/Bonn - Der spektakuläre Goldraub an der Autobahn bei Ludwigsburg ist weitgehend aufgeklärt: Zwei mutmaßliche Täter sitzen seit Donnerstag in Haft.

Die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer waren am Morgen in der Nähe von Bonn festgenommen worden. Sie sollen zusammen mit mindestens zwei weiteren Tätern Mitte Dezember einen Schmucktransporter auf der Autobahn 81 bei Ludwigsburg ausgeraubt haben, erklärte ein Polizeisprecher. Insgesamt gehen die Ermittler von einer mindestens acht Mann starken Gruppe aus, die an Vorbereitung und Durchführung des Raubes beteiligt gewesen sein soll. Von der Beute im Wert von 1,5 Millionen Euro fehlt noch jede Spur.

Am Donnerstagmorgen hatten rund 100 Beamte zwölf Gebäude in den nordrhein-westfälischen Städten Bonn, Meckenheim, Rheinbach und Wesseling durchsucht und die Männer festgenommen. Außer den beiden jetzt wegen schweren gemeinschaftlichen Raubes in Haft sitzenden Männern, wurden zwei weitere mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen. Sie mussten mangels ausreichend starker Beweise jedoch bereits am Mittag wieder freigelassen werden. Auf der Suche nach den übrigen Tätern wird gegen vier weitere Verdächtige ermittelt. Drei davon könnten sich in Osteuropa aufhalten. Zudem wird noch gegen einen bislang unbekannten Hinweisgeber in Nürnberg ermittelt. Er soll den Tätern einen Tipp gegeben haben, als der überfallene Transporter dort losgefahren ist.

Filmreifer Coup

Die Täter hatten sich bei dem filmreifen Coup am 15. Dezember als Steuerfahnder und Polizeibeamte verkleidet und den Transporter in der Nähe der Autobahnausfahrt Ludwigsburg-Nord in ihre Gewalt gebracht. Zuvor hatten die Männer eine vorgetäuschte Fahrzeugkontrolle eingeleitet: Mit Blaulicht auf dem Armaturenbrett und Leuchtschrift am Heckfenster wiesen sie die Fahrer des Wagens auf dem Weg von Nürnberg nach Pforzheim an, von der Autobahn abzufahren.

Die Täter erbeuteten dann Gold und wertvollen Schmuck. Die Fahrer wurden nach der Tat auf einem Waldweg gefesselt und unverletzt ausgesetzt. Das geschädigte Unternehmen hatte eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt. Im Laufe der Ermittlungen hatte die Polizei zunächst vermutet, dass die Räuber einen VW-Bus mit dem Kennzeichen SÜW (Südliche Weinstraße/Rheinland-Pfalz) gefahren hatten. Dann wurden die Ermittlungen auf Wagen, deren Schilder mit SU-W (Rhein-Sieg- Kreis/Nordrhein-Westfalen) beginnen, ausgeweitet.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Prozess gegen Steudtner beginnt in Istanbul

Prozess gegen Steudtner beginnt in Istanbul

Zweijährige in Hamburg getötet - Vater auf der Flucht

Zweijährige in Hamburg getötet - Vater auf der Flucht

Der Montag auf dem Bremer Freimarkt

Der Montag auf dem Bremer Freimarkt

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Meistgelesene Artikel

Zeitumstellung 2017: Wann werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt?

Zeitumstellung 2017: Wann werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt?

Gladbecker Geiselnehmer Rösner will auch aus dem Knast

Gladbecker Geiselnehmer Rösner will auch aus dem Knast

Schlüssel verloren - Mann bleibt kopfüber in Abfluss stecken 

Schlüssel verloren - Mann bleibt kopfüber in Abfluss stecken 

Fenstersturz-Prozess: Lego-Modell hilft Angeklagten

Fenstersturz-Prozess: Lego-Modell hilft Angeklagten

Kommentare