Sittensen-Prozess: Anwälte legen Revision ein

Stade - Die sieben Morde in einem China-Restaurant im niedersächsischen Sittensen werden den Bundesgerichtshof beschäftigen. Die Verteidiger von vier der fünf im Mai 2009 Verurteilten haben Revision eingelegt.

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Das sagte eine Sprecherin des Landgerichts Stade am Donnerstag und bestätigte Medienberichte. Sie hätten zahlreiche Fehler in dem langen Indizienprozess bemängelt. Nähere Angaben dazu konnte die Sprecherin nicht machen. Zu den Anträgen auf Revision müssen nun Nebenklage und Staatsanwaltschaft Stellung nehmen. Eine Entscheidung trifft dann der Bundesgerichtshof. “Sollte er einen Verfahrensfehler oder Ähnliches entdecken, müsste der Prozess neu aufgerollt werden“, sagte die Sprecherin. Zuständig wären in dem Fall am Landgericht Stade dann andere Richter. Das Gericht hatte zwei Brüder zu lebenslanger Haft verurteilt, die anderen drei Vietnamesen erhielten mehrjährige Gefängnisstrafen.

Die mildeste Strafe bekam mit vier Jahren und neun Monaten der Fahrer des Fluchtautos. Er habe zunächst wie die anderen vier auch Revision eingelegt, sie dann aber zurückgezogen, sagte die Sprecherin. Die Revisionsfrist sei Ende Dezember abgelaufen. Ende November habe das schriftliche Urteil vorgelegen. Die Tat in dem Lokal hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Bei den Morden fielen in der Nacht zum 5. Februar 2007 insgesamt 14 Schüsse. Einige der Opfer waren gefesselt und mit einem Kopfschuss getötet worden. Das Besitzer-Ehepaar und fünf Angestellte starben. Einzig ein kleines Mädchen überlebte das Verbrechen.

dpa

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