Gedenkstätten für Opfer der Neonazi-Mordserie

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An diesem Tatort in der Holländischen Straße in Kassel wurde Halit Yozgat von der Zwickauer Zelle ermordet. Ein Platz in der Nachbarschaft wird nun nach ihm benannt. Wie die Stadt bekanntgab, soll in unmittelbarer Nähe zum Tatort auch eine Inschrift «zur Erinnerung und Mahnung» aufgestellt werden.

Kassel - Nach der Neonazi-Mordserie erinnern die sieben betroffenen Städte gemeinsam an die Opfer des rechtsextremen Terrors in Deutschland. Ihnen soll in jeder Stadt ein Mahnmal errichtet werden.

Dafür sollen jeweils Gedenkorte eingerichtet werden, wie aus einer Mitteilung der Stadt Kassel von Dienstag hervorgeht. In einer gemeinsamen Erklärung kündigten dies demnach auch Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Heilbronn an.

Deutschland gedenkt der Opfer der Neonazi-Mordserie

Deutschland gedenkt der Opfer der Neonazi-Mordserie

ap
Eine Angehörige trägt eine weiße Kerze ins Berliner Konzerthaus.
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Zwei Angehörige der Opfer hinterlassen auf dem Podium des Konzerthauses eine Kerze der Hoffnung. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © ap
Der Angehörige eines Opfers hielt eine bewegende Rede. © ap
Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble war bei der Gedenkfeier sichtlich bewegt. © ap
Im Konzerthaus in Berlin fand die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) statt. Angela Merkel nahm zwischen Angehörigen der Opfer platz. Bei ihrer Rede entschuldigte sie sich bei ihnen und versprach eine vollständige Aufklärung. © dpa
Ein SEK Beamte steht auf dem Dach des Konzerthauses. © dpa

In der Erklärung heißt es: “Wir sind bestürzt und beschämt, dass diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt wurden, was sie waren: Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!“ Die rechtsextreme Zwickauer Gruppe soll zwischen 2000 und 2007 neun Kleinunternehmer türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin ermordet haben.

In Kassel wird ein Platz nach dem Opfer Halit Yozgat benannt. In unmittelbarer Nähe zum Tatort soll am künftigen “Halit-Platz“ auch eine Inschrift zur Erinnerung und Mahnung aufgestellt werden. Der junge Mann war 2006 in seinem Internetcafé in der Holländischen Straße erschossen worden. Sein Vater Ismail hatte in einer bewegenden Rede auf der zentralen Gedenkfeier für die Neonazi-Terroropfer im Februar in Berlin den Wunsch geäußert, die Straße nach seinem Sohn zu benennen.

dpa

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