Schwerverbrecher weiter auf der Flucht

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Die Bildkombo zeigt die flüchtigen Michael Heckhoff (l) und Peter Paul Michalski.

Köln - Trotz zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung hat es auch am Samstagvormittag noch keine heiße Spur zu den beiden hochgefährlichen Ausbrechern aus dem Aachener Gefängnis gegeben.

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Eine konzentrierte Fahndung unter anderem mit Hubschraubern und Wärmebildkameras im Essener Ausflugsgebiet Baldeneysee bis in den Freitagabend hinein brachte keinen Erfolg, wie die Sprecherin der zuständigen Polizei Köln, Marion Henkel, der Nachrichtenagentur AP sagte. Der am Freitag festgenommene Justizbeamte, der den beiden Männern bei der Flucht am Donnerstagabend geholfen haben soll, verweigert bislang die Aussage, wie die Sprecherin des nordrhein-westfälischen Justizministeriums, Andrea Bögge, auf AP-Anfrage sagte. Er soll nach ihren Angaben am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittler werfen ihm unter anderem Beihilfe zur Geiselnahme und Gefangenenbefreiung im Amt vor.

Viele Einzelheiten unklar

 Der 40-Jährige war nach Auswertung der Aufnahmen der Überwachungskamera an der Pforte festgenommen worden. Wie die Ausbrecher zuvor die insgesamt fünf auf dem Weg zur Pforte verschlossenen Türen überwinden konnten, war weiter unklar, wie Bögge sagte. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei vor Ort dauern an. Die beiden Flüchtigen, dem bereits wegen Mordes verurteilten Peter Paul Michalski und dem wegen Mordversuchs und Geiselnahme inhaftierten Michael Heckhoff sind nach Auffassung des Aachener Polizeipräsidenten Klaus Oelze “hochgefährliche Männer - gewaltbereit, gewalttätig und bewaffnet“.

Aachener Gewaltverbrecher auf der Flucht

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Gegen beide wurde Sicherungsverwahrung verhängt, so dass sie auch nach Verbüßung ihrer Haftstrafen nicht auf freien Fuß gekommen wären. Heckhoff war 1992 an einer spektakulären Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt im westfälischen Werl beteiligt. Niemand solle versuchen, sie auf eigene Faust festzunehmen. “Bitte überhaupt keine Heldentaten“, warnte Oelze am Freitag. Die Schwerverbrecher flohen am Donnerstagabend aus der hochgesicherten Aachener Justizvollzugsanstalt. Dabei überwältigten sie einen Justizbeamten und brachten zwei Pistolen mit je acht Schuss Munition an sich. Zunächst flohen sie per Taxi nach Köln, wo sie am Freitagmorgen eine junge Frau zwangen, sie mit ihrem Auto nach Essen zu fahren.

Die Essener Polizei erklärte, zwei Männer hätten die 19-Jährige in ihre Gewalt gebracht und zu der Fahrt nach Essen gezwungen. An einer Brücke im Ortsteil Kettwig sei der Wagen wegen Spritmangels liegen geblieben. Die beiden Männer seien zu Fuß weiter geflüchtet; die Schülerin sei unverletzt geblieben und wieder frei. Sie habe eine Personenbeschreibung abgegeben, und man gehe davon aus, dass es sich bei den Männern um die beiden Ausbrecher gehandelt habe.

ap

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