Schwere Unwetter mit Blitzeinschlägen

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Feuerwehrleute löschen einen Scheunenbrand.

Duisburg - Schwere Unwetter haben in der Nacht zum Mittwoch über Teilen Deutschlands gewütet und die Feuerwehr in Atem gehalten. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen.

Im Kreis Soest gerieten nach Blitzeinschlägen ein Bauernhof in Lippetal, ein Einfamilienhaus in Lippstadt und ein Schweinestall in Soest in Brand. Das Wohnhaus des Bauernhofs brannte komplett ab, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Bewohner hätten sich jedoch retten können. Bei den Feuern entstand insgesamt ein Sachschaden von rund 500.000 Euro, verletzt wurde niemand. Auch in Nienhagen im im niedersächsischen Kreis Northeim verursachte ein Blitzeinschlag einen Brand, der jedoch vom Eigentümer gelöscht werden konnte.
Weitere Brände durch Blitzeinschläge wurden aus Brühl bei Köln, Duisburg sowie dem Kreis Kleve gemeldet.

Mehr zum Unwetter:

Heimatzeitung Soester-Anzeiger

In Cuxhaven geriet am Mittwochmorgen ein Haus in Brand, Ursache soll auch hier ein Blitzeinschlag gewesen sein. Auf der Bahnstrecke Aachen - Mönchengladbach riss am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr ein umstürzender Baum eine Oberleitung herunter, in die dann ein Güterzug fuhr, wie die Landesleitstelle der nordrhein-westfälischen Polizei mitteilte. Nach dem Unfall in der Nähe von Hückelhoven blieb die Strecke auch am Mittwoch gesperrt. Die Bahn teilte mit, es werde voraussichtlich bis Freitagvormittag zu Beeinträchtigungen im Nahverkehr zwischen Aachen und Mönchengladbach kommen. In Solingen musste die Feuerwehr wegen starker Regenfälle in der Nacht zu rund 130 Einsätzen ausrücken, wie ein Sprecher sagte. Die Helfer wurden erstmals gegen 22.30 Uhr alarmiert und waren dann bis in die Morgenstunden im Einsatz . In den meisten Fällen ging es um vollgelaufene Keller - zudem wurden Gullys verstopft, und in Senken staute sich Wasser.

Ruderer rettete sich rechzeitig

Wasser überflutet zahlreiche Gebäude, wie hier einen Kühlraum in Remscheid.

In Düsseldorf musste die Feuerwehr wegen Wasserschäden und abgebrochener Äste bis gegen 02.00 Uhr insgesamt 40 Mal ausrücken. Insgesamt pumpten die Einsatzkräfte rund 100.000 Liter Regenwasser aus Kellerräumen. In einer Tiefgarage standen zeitweise 10 Kubikmeter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch musste ein Autofahrer aus einer großen Wasseransammlung an einer Unterführung gezogen werden. Als unnötig erwies sich am Dienstagabend die Sorge eines Essener Ruderclubs um ein Mitglied: Der Mann hatte sich spätnachmittags in einem Ruderboot auf dem Baldeneysee auf den Weg gemacht, war aber nicht am Ziel angekommen. Wegen einer Unwetterwarnung und des sich ankündigenden heftigen Gewitters alarmierten seine Sportskollegen die Feuerwehr, die mit sieben Booten den See nach dem Vermissten absuchte. Dieser hatte sich jedoch bereits auf einem Campingplatz in Sicherheit gebracht.

ap

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