Chronik: Schwere Explosions-Unglücke in Deutschland

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Das letzte einer Reihe schwerer Explosions-Unglücke: In Inzell explodierte das Haus eines Rentnerpaares.

Die Explosion eines Wohnhauses im oberbayerischen Inzell, bei der zwei Menschen getötet wurden, reiht sich in eine lange Liste schwerer Unglücke in der Bundesrepublik ein.

Einige Fälle seit 2000:

17. Juni 2009: In Hamburg wird eine Wohnungsinhaberin Opfer eines Unglücks, als sie Ethanol in den Ofen nachfüllt. Als Folge einer Verpuffung entsteht eine Druckwelle, durch die die Frau stirbt.

9. März 2008: Bei einer Explosion in einem Mönchengladbacher Wohnhaus kommt ein Bewohner ums Leben, 15 werden verletzt. Ein 22-jähriger Mechaniker wird wegen Mordes verurteilt, er soll die Gastherme nach einem Streit absichtlich manipuliert haben.

22. September 2006: Aus dem Tank eines Gasthofs im mittelfränkischen Lehrberg tritt Gas aus und verursacht die Explosion der benachbarten Bäckerei. Sechs Menschen kommen ums Leben.

19. September 2005: Durch die Explosion eines Gebäudes im nordrhein-westfälischen Höxter werden drei Menschen getötet und 42 verletzt. Ein 64-jähriger Miteigentümer erklärt später, die Explosion wegen eines Familienstreits vorsätzlich verursacht zu haben.

14. Oktober 2004: Ein 49-jähriger Familienvater aus dem thüringischen Dorndorf manipuliert die Gasleitung seines Hauses vorsätzlich. Neben dem Mann sterben auch seine Ehefrau und Tochter.

1. November 2003: In Wiesbaden sterben bei einem Unglück ein sieben Monate altes Baby und zwei Frauen. Eine von ihnen hatte morgens irrtümlich Benzin statt Dieselöl in den Ofen gegossen.

12. Februar 2001: Nach einem Kurzschluss in einem Elektrokabel neben der Gasleitung fliegt im brandenburgischen Schönfließ ein Einfamilienhaus in die Luft. Vier Männer und ein Kind werden von einstürzenden Mauerteilen erschlagen.

20. November 2000: Weil ein Bagger bei Kanalarbeiten eine Leitung beschädigte, explodiert ein Bremer Altenheim und stürzt anschließend in sich zusammen. Zwölf Menschen werden tot oder tödlich verletzt aus den Trümmern geborgen, 20 überleben verletzt.

24. Juli 2000: Drei Hotelgäste sterben bei einer Explosion im niedersächsischen Thedinghausen. Zuvor war im Keller vorsätzlich die Hauptgasleitung geöffnet worden. Als mutmaßlicher Täter wird der Hotelinhaber wegen dreifachen Mordes verurteilt.

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