H1N1: Ministerium zweifelt an Tod wegen Impfung

Erfurt - Das thüringische Gesundheitsministerium geht nicht davon aus, dass die Impfung gegen Schweinegrippe den Tod eines 55-jährigen Mannes verursacht hat.

Das sagte der Abteilungsleiter Gesundheit, Heinz Fracke, am Montag der Nachrichtenagentur AP. Am Montag soll eine Obduktion vorgenommen werden, um Gewissheit darüber zu erhalten, ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht. Das Ergebnis wird im Lauf der Woche erwartet.

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Der 55-jährige Mann aus dem thüringischen Leinefelde im Eichsfeldkreis habe sich am Donnerstag um 16.30 Uhr von seinem Hausarzt in dessen Praxis impfen lassen, sagte Fracke. Am Abend sei er zum Bowling gegangen. Nach seiner Rückkehr nach Hause bekam er so massive gesundheitliche Probleme, dass der Notarzt gerufen wurde. Dieser habe den Mann nicht retten können. In der Nacht zum Freitag starb der 55-Jährige. Über Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten bei ihm sei bisher nichts bekannt.

Zur Frage eines möglichen Zusammenhangs zwischen Impfung und dem Todesfall sagte Fracke: “Ich gehe davon aus, dass es den nicht gibt.“ In Deutschland wie in Europa seien seit drei Wochen bereits sehr viele Menschen mit dem gleichen Impfstoff geimpft worden, und bisher habe es keinen Todesfall gegeben. Unverträglichkeiten könne es allerdings bei jedem Impfstoff geben.

Bereits am Dienstagabend war in Weimar eine 65-Jährige mit schweren Vorerkrankungen einige Stunden nach der Schweinegrippe-Impfung an Herzschwäche gestorben. Nach Ansicht des zuständigen Amtsarzts gebe es keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und ihrer Immunisierung gegen die Schweinegrippe. Eine Obduktion habe der Witwer allerdings abgelehnt. Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD) hat die Thüringer erneut aufgerufen, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Es sei aber wichtig, sich vorher mit dem Hausarzt über eventuelle Unverträglichkeiten oder Vorerkrankungen zu beraten, sagte sie.

ap

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