Lebensgefahr beim Schwarzfahren

Irrer Schwarzfahrer krallt sich am Zug fest – vierzig Zentimeter über den Gleisen

Ein Betrunkener krallt sich außen am Zug-Ende fest. Mit über hundert Sachen rast er nur vierzig Zentimeter über den Gleisen durch Schleswig-Holstein. 

  • Teenager krallt sich außen am Zug fest.
  • Fürs Schwarzfahren in Lebensgefahr begeben.
  • Verdächtiger hat 1,33 Promille.

Bordesholm Schwarzfahrer sind in Regionalbahnen sicher keine Seltenheit. Aber so? Am Sonntag, 11. Oktober 2020, krallt sich ein 17-Jähriger am Ende einer Regionalbahn fest. Dabei sitzt er auf einer Zugkopplung. Die Bahn rollt an, der Teenager lässt nicht los. Mit rund hundert Kilometer pro Stunde rast er die Strecke entlang, wie die Deutsche Presse Agentur (DPA) meldet. Nur wenige Zentimeter über dem Gleisbett, das seinen Tod bedeuten könnte, wenn er abrutscht.

Gemeinde in Schleswig HolsteinBordesholm
Bevölkerung7.504 (31. Dez. 2008)
Vorwahl04322
Postleitzahl24582
BürgermeisterInes Stelk

Schwarzfahrer sitzt außen auf Zugkopplung und krallt sich an Regionalbahn (DB) fest

Es ist etwa 5:30 Uhr am Morgen am Sonntag, 11. Oktober 2020, als ein in einer Regionalbahn eine unerwartete Entdeckung macht. Mitten auf der Zugkopplung, am Ende der Bahn, hat sich ein Mann festgekrallt. Er fährt schwarz. Aber auf die gefährlichste Art und Weise. Lässt er los oder rutscht er ab, könnte er sterben.

Ein betrunkener Schwarzfahrer setzt sich auf die Zugkopplung einer Regionalbahn und krallt sich außen fest. (24hamburg.de-Montage)

Die Regionalbahn war in Schleswig-Holstein unterwegs. Von Bordesholm (Kreis Rendsburg-Eckernförde) nach Neumünster. Plötzlich bekommt der Zugführer die lebensgefährliche Situation gemeldet. Sofort leitet er eine Vollbremsung ein. Der Zug kommt mitten auf der Strecke nach Neumünster zum Stehen. Die Bundespolizei ist zu diesem Zeitpunkt schon alarmiert.

Lebensgefahr für Schwarzfahrer: Mit 100 Kilometer pro Stunde über Gleistbett gerauscht

Doch sie findet den Schwarzfahrer nicht. Er ist spurlos verschwunden. Es soll sich um einen Mann mit länglichen, dunkelblonden Haaren handeln. Das Zugpersonal und die Beamten suchen die Gegend ab. Auch, weil sie sich um die Person sorgen. Er hatte sich in Lebensgefahr befunden. Doch die Suche verläuft ergebnislos.

Es ist Glück, dass dem Mann nichts passiert ist. Pech ist, dass die Strecke wegen der Sucharbeiten für eine Stunde gesperrt werden muss. Zwei Züge fielen deswegen komplett aus, drei weitere zum Teil und vier hatten heftige Verspätungen. Ein Jungenstreich? Eine Mutprobe? Ein lebensgefährliche Art des Schwarzfahrens?

Vermeintlicher Schwarzfahrer hatte 1,33 Promille

Um das herauszufinden beginnt sofort die Suche nach dem vermeintlichen Täter. Und tatsächlich werden die Beamten schnell auf einen 17-Jährigen am Bahnhof Bordesholm aufmerksam. Er trägt auffällig dreckige Kleidung. Den Verdacht, er könne der Schwarzfahrer sein, weist der Teenager bei einer Befragung vor Ort weit von sich. Ein Alkoholtest ergab, dass der Jugendliche mit 1,33 Promille Alkohol im Blut unterwegs war.

Ob er die Wahrheit sagt, wird eine Gegenüberstellung mit dem Zugpersonal zeigen. Die Polizisten haben Fotos von dem 17-Jährigen gemacht und werden sie den Angestellten aus der Regionalbahn vorlegen, die den Mann außen am Zug entdeckt hatten. Sollte sich herausstellen, dass er doch der gesuchte Schwarzfahrer ist, droht ihm eine Anzeige wegen des „Erschleichens von Leistungen“. Bedenkt man die Gefahr, in der er sich befunden hat, kann er bei diesem Ausgang von Glück sprechen.

Schwarzfahrer droht Anzeige wegen „Erschleichen von Leistungen“

24hamburg.de berichtet auch über einen Fall, der weniger glimpflich ausging. Im Rostocker Museumshafen müssen Wasserschutzpolizei und Feuerwehr eine Leiche bergen. Ebenfalls tödlich endete ein Horror-Unfall auf der Autobahn A1 bei Oldenburg. Mehr Glück hatte allerdings ein Segler bei Flensburg. Zwar geht seine Yacht in Flammen auf, sich und seinen Dackel kann der Mann allerdings retten*. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Jens Wolf/dpa & Martin Schutt/dpa

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