Sex mit Schülerin (14): Lehrer (37) freigesprochen

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Ein Lehrer (37) wurde nach einer Sex-Affäre mit seiner Schülerin (14) freigesprochen (Archivbild). Das Urteil sorgt für Kritik. 

Koblenz - 22-mal hat ein Lehrer (37) seine Schülerin (14) zum Sex verführt: Im Klassenzimmer und im Putzraum wurden sie intim. Nun wurde der Pädagoge freigesprochen. Das Urteil sorgt nicht nur im Kultusministerium für Kopfschütteln.

Lange leugnete der Hauptschul-Lehrer (Mathe, Englisch und Religion) aus dem Kreis Neuwied (Rheinland-Pfalz) die Affäre mit seiner Schülerin. Dann gestand er im Missbrauchs-Verfahren am Oberlandesgericht Koblenz. Wie die "Rhein-Zeitung" berichtet, war der Pädagoge in Vorinstanzen bereits  zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Doch nur erfolgte der Freispruch: Es liege kein sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen vor, befand das Gericht. Schließlich sei der 37-Jährige kein "richtiger" Lehrer der 14-Jährigen gewesen, sondern lediglich ihr Vertretungslehrer. Insofern habe auch kein strafbares Obhutsverhältnis vorgelegen. Die Richter rechtfertigten den Freispruch mit der Begründung, dass mit seinem Einsatz als Vertretungslehrer und AG-Leiter keine "weitergehenden Erziehungs- und Betreuungsziele" verbunden gewesen seien.

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Die Affäre hatte wie in einer kitschigen Foto-Love-Story aus einer Teenie-Zeitschrift begonnen: In einer Tanz-AG, die der Mann leitete, waren sich die Schülerin und der Lehrer nähergekommen. Der Pädagoge wollte die Liebelei natürlich unter Verschluss halten. Deswegen schärfte er seiner jungen Geliebten laufend ein, dass niemand von ihrer Beziehung erfahren dürfe.

Bei der Schülerin hinterließ die Affäre seelische Narben: Sie musste sich nach dem Ende der Sex-Beziehung in in Psychotherapie begeben. Bei ihr wurde eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert.

Prozessbeobachter kommentrieren das Urteil gegenüber der "Rhein-Zeitung" mit Entsetzen und Unverständnis: Die "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V." glaubt, dass der Schutz von Schülern vor ihren Lehren durch den Freispruch des Pädagogen drastisch geschwächt wurde. Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium verurteilte das Urteil ebenfalls: Die Sichtweise der Richter werde "der schulischen Realität nicht gerecht".

fro

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