Schüler mit Zwiebel erstickt und verbrannt

Hamburg - Im Prozess um den Tod eines mit einer Zwiebel erstickten Schülers hat die Hamburger Staatsanwaltschaft hohe Haftstrafen für die drei Angeklagten gefordert.

Staatsanwältin Britta Bösenberg beantragte am Mittwoch vor dem Landgericht Hamburg zwölfeinhalb und zwei Mal neun Jahre Haft wegen gemeinschaftlichen Totschlags und versuchter räuberischer Erpressung.

Den drei Angeklagten wird vorgeworfen, im April 2008 den 17 Jahre alten Schüler Kirk M. schwer misshandelt und erdrosselt zu haben. Das geringere Strafmaß für zwei der Angeklagten begründete Bösenberg damit, dass Labinot B. und Yakup M. zum Tatzeitpunkt im April 2008 noch nicht volljährig waren. Der dritte Beschuldigte Gzim L. soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft für zwölf Jahre ins Gefängnis, da er erwachsen war und das Opfer nach eigenem Geständnis auf besonders erniedrigende Weise misshandelt hatte.

L. habe dem Schüler mehrmals einen Teil einer Gemüsezwiebel in den Rachen geschoben, bis dieser schließlich erstickt sei. Auch die anderen beiden Angeklagten legten ein Geständnis ab. Kirk M. soll in die Wohnung von einem der drei Beschuldigten gebracht worden sein, um von ihm dort Schulden aus Drogengeschäften einzutreiben. Dabei sei die Tat aus dem Ruder gelaufen, sagte die Staatsanwältin. Dennoch habe keiner der Beteiligten versucht, die Mittäter von den Misshandlungen abzuhalten.

Das Opfer ist laut Anklage langsam erstickt. Die Leiche wurde auf einem abgelegenen Gelände mit Benzin übergossen und verbrannt. Der Verteidiger von Labinot B. bezeichnete das geforderte Strafmaß als “keine Überraschung“. Sein Mandant habe schließlich ein Geständnis abgelegt. Für den nächsten Verhandlungstermin am 7. September werden das Plädoyer der Nebenklage und in der Woche darauf die Plädoyers der Verteidiger erwartet. Das Gericht will am 17. September sein Urteil verkünden.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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