Schon 3500 Tonnen Kies im Erdloch

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Der Krater im südthüringischen Schmalkalden könnte bereits am Sonntagabend mit Kies gefüllt sein.

Schmalkalden - Der Krater im südthüringischen Schmalkalden könnte bereits am Sonntagabend mit Kies gefüllt sein. Schon jetzt stopfen tonnenweise Kies das Loch. Doch das ist erst der Anfang.

Der Krater im südthüringischen Schmalkalden könnte bereits am Sonntagabend mit Kies gefüllt sein. Die Arbeiten liefen hervorragend, sagte der Landrat des Kreises Schmalkalden- Meiningen, Ralf Luther (CDU), am Freitag. Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Thomas Kaminski (parteilos) für die Bewohner der geräumten Häuser am Kraterrand: Alle fünf Gebäude könnten voraussichtlich saniert werden. Das werde aber einige Zeit dauern.

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Zwei Häuser sind laut Kaminski so stark beschädigt, dass für die Instandsetzung mehrere Monate veranschlagt werden. Große Risse in der Hauswand seien dort verplombt worden. Es werde beobachtet, ob sie sich weiter ausweiten. Am Montag sollen Statiker die fünf Häuser beurteilen.

Am Krater sei die Grundfüllung mit etwa 4000 Tonnen Kies fast abgeschlossen, sagte Luther. Am Samstag sollen sogenannte Geomatten im Loch verlegt werden, die zusätzliche Festigkeit bringen. Darüber werde scharfkantiger Schotter gefüllt, der den Hang besser stabilisiere als der bislang eingesetzte Rollkies. “Dadurch müssen wir die Frequenz der Arbeiten etwas reduzieren“, erläuterte Luther. Ende kommender Woche sei die Aktion endgültig abgeschlossen. Dann dürfe fünf Jahre lang niemand über die Stelle laufen oder fahren. Die Straße werde von beiden Seiten aus zur Sackgasse.

Am kommenden Montag soll die Bohrung der vier Löcher beginnen, die den Geologen Aufschluss über die Ursache des Erdfalls geben sollen. Die Spezialbohrung bis in eine Tiefe von rund 150 Metern werde mindestens vier Wochen dauern, sagte Luther. Auch Sonden für ein Frühwarnsystem sollen verlegt werden.

Seit Donnerstagmorgen rollten ununterbrochen Lastwagen mit Kies zum Erdloch. Am Krater stehen zwei Bagger, darunter ein Spezialgerät mit 18,5 Meter langem Greifarm. Die Arbeiten verliefen so gut, weil der Kraterrand sehr stabil sei und die Bagger direkt an den Abgrund fahren könnten, sagte Luther. Zudem benötige man wohl weniger als die Hälfte der ursprünglich veranschlagten Kiesmenge. Der Krater war in der Nacht zum Montag in der Fachwerkstadt aufgebrochen.

dpa

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