Fehlerhafte Daten

RKI erhält falsche Zahlen: Diskussion um Leitkriterium für Corona-Regeln

Zu sehen ist der Präsident vom Robert Koch-Institut (RKI), Lothar Wieler, der einen grimmigen Gesichtsausdruck macht. Hinter ihm ist der Haupteingang seiner Behörde mitsamt entsprechendem Schriftzug zu sehen.
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Laut einem Medienbericht erhält das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin rund um Präsident Lothar Wieler falsche Zahlen der Kliniken. Diese sollten sich ursprünglich nur auf die Anzahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen beziehen und dienen der Errechnung vom Hospitalisierungsinzidenz. (kreiszeitung.de-Montage)

Hinsichtlich Corona-Entscheidungen gilt die Zahl der Patienten auf Intensivstationen als wichtiger Gradmesser. Doch kommen Zweifel an besagten Zahlen auf.

Berlin – Scheinbar haben das Robert Koch-Institut (RKI) und die bundesweiten Kliniken aneinander vorbeigeredet. Die Rede ist vom neuerdings wichtigsten Indikator, um politische Entscheidungen hinsichtlich der Coronavirus-Krise zu treffen – der Anzahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Das hat deutliche Folgen.

Behörde:Robert Koch-Institut
Hauptsitz:Berlin
Gründung:1. Juli 1891
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Gesundheit
Bedienstete:1100, davon rund 450 Wissenschaftler, einschließlich Doktoranden und Trainees
Behördenleitung:Präsident: Lothar H. Wieler; Vizepräsident: Lars Schaade
Staatliche Ebene:Bund
Stellung:selbstständige Bundesoberbehörde

Robert Koch-Institut: Behörde erhält angeblich fehlerhafte Zahlen zur Ermittlung der Hospitalisierungsinzidenz

Laut Recherchen der „Welt am Sonntag“ würden zahlreiche Krankenhäuser für die Berechnung der Hospitalisierungsinzidenz auch jene Patienten melden, die das Robert Koch-Institut hierfür nicht vorgesehen hat. Und zwar Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, jedoch wegen anderer Krankheuten in eine Klinik eingeliefert werden mussten.

Zum Hintergrund: Damit die Hospitalisierungsinzidenz erhoben werden kann, müssen Kliniken den Gesundheitsämtern Patienten melden, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Daraus wird letztendlich vom RKI der entsprechende Wert errechnet. Doch sollen laut der Behörde nur die Patienten gemeldet werden, die wegen einer Corona-Infektion eingeliefert worden.

Robert Koch-Institut und Kliniken würden aneinander vorbeireden – mit schwerwiegenden Corona-Folgen

Dies hätten laut der „Welt am Sonntag“ viele Klinikbetreiber und Unikliniken jedoch falsch verstanden. Sie haben auch die Patienten gemeldet, bei denen per Routinetest zusätzlich eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Es wird auf stichenprobenartige Abfragen bei den Gesundheitsämtern verwiesen, die Folgendes ergeben hätten:

Diese würden sich vor der Weitermeldung der Daten an das RKI größtenteils nicht rückversichern, ob die Patienten tatsächlich spürbar an Covid-19 erkrankt sind. Sowohl Abrechnungsdaten einer namentlich nicht genannten Krankenkasse als auch der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See würden Hinweise auf das Ausmaß der so entstehenden Verzerrung geben.

So sei nach deren Auskunft bei 20 Prozent der Patienten, die in diesem Jahr bisher mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion in Kliniken gelegen haben, nur ein symptomloser Nebenfund diagnostiziert worden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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