Technischer Defekt? Bus mit Schülern brennt aus

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Der Omnibus ist völlig ausgebrannt. Ein technischer Defekt wird als Brandursache vermutet.

Bad Hersfeld - Neun Schüler sind beim Brand eines Reisebusses auf der Autobahn 4 (Bad Hersfeld-Erfurt) am Donnerstag verletzt worden. Der Fahrer und 26 Fahrgäste hätten sich aus dem brennenden Bus retten können.

Auf der Rückfahrt aus Spanien ist ein mit Schülern aus Thüringen besetzter Reisebus am Donnerstag in Osthessen völlig ausgebrannt. Neun der insgesamt 26 Gymnasiasten aus Gotha im Alter zwischen 18 und 20 Jahren wurden bei dem Zwischenfall auf der Autobahn 4 zum Teil schwer verletzt. Sie entkamen zwar ebenso wie die beiden Busfahrer rechtzeitig den Flammen. Vor allem beim Sprung vom Dach des Doppeldecker-Busses zogen sich aber drei Schüler schwere und sechs leichtere Verletzungen zu.

Die Ursache des Brandes, dem kein Unfall vorausgegangen war, wird noch untersucht. Als wahrscheinlich gilt ein technischer Defekt. Der Bus selbst kam aus dem Alb-Donau-Kreis und fuhr auf der A4 in Richtung Osten, als er gegen 10.15 Uhr etwa 600 Meter vor der Autobahnabfahrt Obersuhl in Brand geriet. Der Fahrer bemerkte das Feuer rechtzeitig, steuerte das Fahrzeug nach rechts und brachte es dort zum Stehen. Ein Teil der Insassen konnte im unteren Fahrzeugteil noch normal durch die Tür aussteigen, die im Oberdeck schlugen die Scheiben ein und verließen den Bus über das Dach. Teilweise erlitten sie Verletzungen durch den Sprung vom Dach des Doppeldeckerbusses, teils durch umherfliegende oder heruntergefallene Glassplitter.

Autobahn vorerst nur einspurig befahrbar

Einer der drei Schwerverletzten musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Eisenach gebracht werden, die anderen beiden wurden mit dem Rettungswagen abtransportiert. Für die sechs Leichtverletzten, die Schnittwunden durch die Glasteile davontrugen, und auch die übrigen Fahrgäste richtete das Rote Kreuz in Wildeck-Obersuhl eine Sammelstelle ein, wo sie zunächst versorgt und später von einem Ersatzbus abgeholt wurden.

Die Staatsanwaltschaft setzte einen Sachverständigen ein, der noch an Ort und Stelle mit den Ermittlungen zur Brandursache begann. Das Wrack des ausgebrannten Busses konnte daher zunächst nicht geborgen werden. Der betroffene Autobahnabschnitt zwischen Wildeck-Hönebach und Obersuhl blieb nach dem Unfall stundenlang auf etwa sechs Kilometern beidseitig gesperrt. Erst am späten Nachmittag begann ein Bergungsunternehmen mit der Demontage des Reisebusses und der Vorbereitung seines Abtransports, danach konnte am frühen Abend eine Fahrspur wieder freigegeben werden. Zur Wiederherstellung der Straße muss die andere noch mindestens einen Tag gesperrt bleiben. Der Sachschaden wurde auf rund 150.000 Euro beziffert.

dapd

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