Ostsee

Rätselhaftes Unglück vor Fehmarn: Zwei Fischer tot

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Der Seenotkreuzer "Bremen" bei der groß angelegten Suchaktion nach dem Fischkutter "Condor" in der Ostsee.

Fehmarn - Zwei erfahrene Fischer sind bei einem Schiffsunglück vor der Ostseeinsel Fehmarn gestorben. Wie es zu dem Unglück kam, ist völlig rätselhaft.

Zwei Fischer sind beim Untergang ihres Kutters vor der Küste der Ostseeinsel Fehmarn ums Leben gekommen. Der 52 Jahre alte Kapitän und ein 45-jähriger Deckmann konnten am Samstagabend nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden, sagte Christian Stipeldey von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag. Zum Unglückszeitpunkt gab es keine besonderen Unwetter oder Stürme.

Der Fischkutter „Condor“ sei am Samstag vom seinem Heimathafen Burgstaaken auf Fehmarn aufgebrochen. Zuletzt habe sich das Schiff 6,5 Kilometer östlich von Fehmarn befunden. Als der Kutter einige Stunden überfällig war und nicht mehr zurückkehrte, leitete die Seenotrettung eine groß angelegte Suchaktion ein. Neben den deutschen waren auch dänische Seenotretter im Einsatz sowie Schiffe der Wasserschutzpolizei und der Bundespolizei. Auch ein deutscher und ein dänischer Rettungshubschrauber suchten nach den Vermissten.

Rettungshubschrauber sichtet leblosen Körper

Nach rund zwei Stunden entdeckten die Einsatzkräfte zunächst Wrackteile, treibende Fischkisten und Tauwerk im Wasser. Kurze Zeit darauf sichtete ein Rettungshubschrauber den leblosen Körper des Deckmanns im Wasser nordöstlich der Südostspitze Fehmarns. Wenige Minuten später fanden Einsatzkräfte auch den Kapitän tot im Wasser.

Einer der Männer habe sich noch einen Rettungsring umgelegt, sagte Christian Stipeldey von den Seenotrettern. Rettungswesten hätten die beiden Männer jedoch nicht getragen, als sie gefunden wurden.

Fischer galten als erfahrene Seemänner

Wie es zu dem Schiffsunglück kam, war zunächst völlig unklar. Mit südlichen Winden der Stärke 4 sei das Wetter am Samstagabend „absolut moderat“ gewesen, sagte Stipeldey. Über Funk hätten die Seenotretter keinen Notruf empfangen. Auch eine Seenotboje wurde zunächst nicht gefunden. Eine solche ist normalerweise an Bord jedes Schiffes und setzt einen automatischen Notruf ab, wenn ein Schiff sinkt und die Seenotboje mit Wasser in Berührung kommt.

Die beiden Fischer galten als erfahrene Seemänner. Sie seien regelmäßig zu zweit von Burgstaaken aus mit ihrem Kutter zum Fischen gefahren, sagte der Hafenmeister Peter Ollhoff. „Ich habe die beiden Männer persönlich gekannt und vor zwei oder drei Tagen zum letzten Mal gesehen.“ Probleme an dem Fischkutter habe es nicht gegeben, sagte Ollhoff. Das Schiff sei vor Kurzem gewartet und die Maschine erneuert worden.

dpa

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