Prozess um Vierfachmord von Eislingen fortgesetzt

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Vier blumengeschmückte Särge standen in der evangelischen Lutherkirche in Eislingen. Die vierköpfige Familie war am 10.04.2009 erschossen aufgefunden worden.

Ulm - Mit der Aussage des angeklagten Sohns der getöteten Familie ist der Prozess um den Vierfachmord von Eislingen am Mittwoch vor dem Landgericht Ulm fortgesetzt worden.

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Es wurde erwartet, dass Andreas H. sich im Laufe seiner Vernehmung auch zu dem Mordvorwurf äußert. Er hat bereits die ihm und dem mitangeklagten Schulfreund Frederik B. vorgeworfenen Einbrüche gestanden, wie H.s Rechtsanwalt Hans Steffan am fünften Verhandlungstag erklärt hatte. Die wenigen zugelassenen Medienvertreter waren am Mittwoch erneut ausgeschlossen. Andreas H. hatte am letzten Verhandlungstag auch eingeräumt, des öfteren mit einigen der gestohlenen Waffen gemeinsam mit Frederik B. im Wald auf Gegenstände geschossen zu haben, wie sein Verteidiger sagte. Beide seien nicht in der Lage gewesen, sich von einander zu trennen. Wie das Gericht mittgeteilt hatte, äußerte sich H. auch über seine Sicht der Beziehung zu Frederik B.. Eine “homosexuelle Komponente“ bestehe dem Gericht zufolge demnach nicht. 

Einbrüche in eine Schule und in einen Supermarkt

Im Sommer 2007 waren die beiden Angeklagten laut Staatsanwaltschaft in eine Schule in Eislingen eingebrochen und hatten einen Computer und einen Beamer entwendet. Ferner seien sie zweimal in ein Vereinsheim und im Herbst 2008 in einen Supermarkt eingebrochen. In dem Discounter stahlen sie laut Anklage einige hundert Euro sowie Alkohol. Anwalt Steffan hatte bereits im Vorfeld ein Geständnis von Andreas H. angekündigt. Dabei werde er die Aussagen von Frederik B. bestätigen, wonach dieser alle tödlichen Schüsse auf die Familie abgegeben habe. Laut Gericht hatte Frederik B. ausgesagt, dass Andreas H. sich in seiner Familie nicht wohlgefühlt und bereits 2008 daran gedacht habe, seine Eltern und seine zwei Schwestern zu töten.Die beiden jungen Männer sollen laut Anklage H.s Eltern und seine beiden Schwestern in der Nacht zum Karfreitag dieses Jahres aus Habgier erschossen haben. Die Tatwaffen stammten nach Angaben von Frederik B. aus einem Einbruch in ein Vereinsheim der Schützengilde Eislingen. Zwtl: Urteil Ende Januar erwartet Der 57-jährige Heilpraktiker Hansjürgen H. und seine 55-jährige Frau Else sowie deren 22 und 24 Jahre alten Töchter waren am 9. April dieses Jahres in ihrem Wohnhaus ermordet worden. Laut Anklage wollte Andreas H. zu Hause ausziehen und das Vermögen seiner Eltern - 256.000 Euro - erben und seinen Freund beteiligen. Nach Steffans Angaben könnte sich die Urteilsverkündung, die eigentlich für den 27. Januar 2010 geplant war, verzögern.

ap

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