Prozess nach Nazi-Hassparolen im Radio

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Fünf Männer und zwei Frauen sollen in einem Internetradio Nazi-Hassparolen verbreitet haben (Archivbild).

Berlin - Sie sollen in einem Internetradiosender gegen Ausländer, Punker, Kommunisten und Juden gehetzt haben - dafür müssen sich seit Montag zwei Frauen und fünf Männer in Berlin vor Gericht verantworten.

Den Angeklagten im Alter von 20 bis 36 Jahren wird vor dem Landgericht Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Im März hatten Berliner Ermittler den rechtsextremen Internetsender ausgehoben und umfangreiches Material aus der Neonazi-Szene beschlagnahmt.

Auf der Anklagebank sitzt auch eine frühere Verbindungsperson des Verfassungsschutzes. Die 31-jährige Mutter zweier Kinder aus dem niedersächsischen Soltau und ihre Gesinnungsgenossen sind weitgehend geständig. Einer der Gründer des Senders sagte im Prozess, die Vorwürfe träfen zu.

Auch Bauanleitungen für Bomben online gestellt

Gleich nach seiner Gründung im Jahr 2006 hatte der Sender laut Anklage Hassparolen gegen Minderheiten ausgestrahlt. Auf einer Internetseite habe die Gruppierung den Massenmord an sechs Millionen Juden während der NS-Zeit geleugnet. Die Angeklagten sollen auch Anleitungen zum Bau von Bomben ins Internet gestellt haben. Sie hätten abwechselnd die Sendungen moderiert und zum Teil Nazi-Parolen gegrölt.

dpa

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