Prozess gegen Schweizer Schläger im März

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Hier hatten die Jugendlichen im vergangenen Sommer auf einer Klassenfahrt in München binnen einer halben Stunde völlig grundlos fünf Menschen brutal zusammengeschlagen.

München - Drei jugendliche Schweizer Schläger kommen im März in München wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

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Die Reaktion in der Schweiz

Die drei damals 16- jährigen Schüler aus dem Kanton Zürich hatten im vergangenen Sommer auf einer Klassenfahrt in München binnen einer halben Stunde völlig grundlos fünf Menschen brutal zusammengeschlagen. Der Prozess soll am 8. März beginnen, wie das Landgericht München I am Mittwoch mitteilte. Wegen des jugendlichen Alters der inzwischen 17 Jahre alten Angeklagten wird die Jugendkammer unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandeln. Die drei sitzen seit der Tat in Untersuchungshaft.

Die Jugendlichen hatten am Abend des 30. Juni in einem Park gezecht und einen Joint geraucht, bevor sie auf dem Weg in ihre Herberge wenige Straßen weiter die arglosen Passanten überfielen. Sie wollten “ein paar Leute wegklatschen“ und “ein bisschen Spaß“ haben, sagten sie später. Die Staatsanwaltschaft sieht in zwei der Überfälle versuchten Mord: In einem Fall traten die Schüler einen Geschäftsmann aus Ratingen in Nordrhein-Westfalen und im zweiten Fall einen Mazedonier gegen den Kopf. Beide waren bewusstlos und hätten auch sterben können, argumentiert die Anklage. Ihre Opfer ließen die Schüler liegen, um wenig später auf weitere Passanten loszugehen. Unter den Opfern war auch ein Behinderter. Das Gericht ließ die Anklage vom November unverändert zur Hauptverhandlung zu.

Die drei wurden kurz nach der Tat gefasst und sind seitdem nicht mehr auf freien Fuß gekommen. Sie besuchten in Küsnacht bei Zürich eine Weiterbildungs- und Berufswahlschule. Alle drei waren der Polizei bereits bekannt. So hatte einer einen Raubversuch mit gefährlicher Körperverletzung verübt. Er wurde dafür in der Schweiz zu Sozialdiensten verurteilt. In Deutschland müssen die Jugendlichen nun mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren rechnen. Bis zum 11. März sind zunächst vier Verhandlungstage angesetzt, danach sollen weitere Termine bestimmt werden.

Das Trio kommt vor dieselbe Münchner Strafkammer, die im vergangenen Jahr zwei U-Bahn-Schläger wegen Mordversuchs verurteilt hat. Ein Heranwachsender wurde damals nach Erwachsenenrecht mit zwölf Jahren Freiheitsentzug bestraft, sein jüngerer Komplize bekam achteinhalb Jahre Jugendstrafe. Sie hatten in einem U-Bahnhof einen Rentner lebensgefährlich verletzt, der sie auf das Rauchverbot hingewiesen hatte. Im Fall des von Jugendlichen im vergangenen Herbst erschlagenen Managers Dominik Brunner wird in Kürze eine Anklage erwartet. Zwei 17 und 18 Jahre alte Männer hatten an einem S-Bahnhof den 50-Jährigen zu Tode getreten und geprügelt, weil er sich schützend vor vier Kinder gestellt hatte.

dpa

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