Polizei nimmt Speichelproben im Entführungsfall

Heidenheim - Die Polizei sucht nun mit Speichelproben von beschlagnahmten Material nach dem Entführer und Mörder der Bankiersfrau. Die Hinweise zu dem Fall werden zunehmend weniger.

Bei der Suche nach dem Entführer und Mörder der Heidenheimer Bankiersfrau sucht die Polizei nun auch mit Speichelproben nach dem Täter. Diese werden auf freiwilliger Basis von denen genommen, die aufgrund eines Hinweises überprüft werden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Sie sollen später mit dem Spurenmaterial verglichen werden, das die Polizei nach dem Fund der Leiche der am 12. Mai entführten Frau gesichert hat. Diese Ermittlungen könnten sich aufgrund der Fülle des Materials noch hinziehen, hieß es. Auch das Obduktionsergebnis der Leiche, die erst drei Wochen nach der Entführung entdeckt worden war, werde erst später vorliegen.

Einen “stern.de“-Bericht, wonach die Polizei bereits am Tag der Entführung das Handy von Maria Bögerl nur 500 Meter von der geplanten Geldübergabestelle entfernt geortet habe, wollte der Sprecher nicht kommentieren. Bislang hatte die Polizei nur bekanntgegeben, dass das Handy zwei Tage nach der Entführung und der geplatzten Geldübergabe gefunden worden war. Mehr als sechs Wochen nach der Tat und der Veröffentlichung des Falls in zwei Sendungen von “Aktenzeichen XY“ im ZDF ist die Zahl neuer Hinweise in den vergangenen Tagen “deutlich zurückgegangen“.

Bislang hat die Sonderkommission “Flagge“ weit mehr als 4000 Hinweise erhalten, aus denen fast 3000 Spuren resultierten, sagte der Sprecher. Viele der Hinweise bezogen sich auf den mit einem Phantombild gesuchten Mann sowie auf Menschen, die “Schmid“ heißen oder das Wort “Sperenzchen“ benutzten. Beides hatte der mutmaßliche Entführer bei dem einzigen telefonischen Kontakt mit dem Mann der Entführten, dem Heidenheimer Sparkassenchef, genannt.

dpa

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