Polizei identifiziert mutmaßlichen Taxi-Mörder

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Der Russlanddeutsche Andrej Welz ist dringend verdächtig, eine 32-jährige Taxifahrerin in Hagnau ermordet und ihre 44-jährige Kollegin in Singen schwer verletzt zu haben.

Hagnau - Die Polizei hat eine erste heiße Spur zum Taxi-Mörder vom Bodensee: Alle Hinweise deuten auf einen 28-Jährigen. Der Mann ist den Ermittlern gut bekannt.

Mit Haftbefehl werde bundesweit nach einem 28-Jährigen aus der ehemaligen Sowjetunion gesucht, teilte die Polizei am Sonntag mit. Nach den bisher ausgewerteten Spuren sei der Mann dringend verdächtig, am Mittwoch in Hagnau am nördlichen Bodenseeufer eine 32 Jahre alte Taxifahrerin erstochen zu haben. Am Tag zuvor soll er in Singen nordöstlich des Bodensees eine 44-jährige Taxifahrerin entführt, schwer verletzt und vergewaltigt haben.

Wo sich der Mann aufhält, ist völlig unklar. “Jetzt haben wir zwar die Person ermittelt und haben ein Gesicht des mutmaßlichen Mörders - aber wo er ist, wissen wir nicht“, sagte ein Polizeisprecher. Die Chancen seien allerdings gut, denn nach mehreren Eigentumsdelikten wurde der Mann vor einigen Jahren erkennungsdienstlich behandelt. Dadurch konnten die Ermittler die an den Tatorten vorhandenen Spuren relativ schnell dem 28-Jährigen zuordnen, und deshalb gibt es auch gute Fahndungsfotos.

Der Gesuchte sei “sehr gefährlich und unberechenbar“, schreiben die Ermittler. Möglicherweise halte er sich immer noch in der Bodenseeregion auf. Der schlanke, 1,80 Meter große Mann habe gute Kontakte in Singen und Friedrichshafen.

Der 28-Jährige sei kein Erntehelfer, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler der Soko “Taxi“ hatten sich zuletzt Informationen von den vielen osteuropäischen Erntehelfern erhofft, die sich im Moment in der Bodenseeregion aufhalten, denn der Täter sprach gebrochen Deutsch.

Bei den Menschen rund um den Bodensee war in den vergangenen Tagen die Angst davor gewachsen, dass der frei herumlaufende Täter ein drittes Mal zuschlagen könnte. “Die Beunruhigung in der Bevölkerung ist natürlich groß. Und im Moment können wir einfach keine Entwarnung geben“, sagte der Sprecher.

Die “Stuttgarter Zeitung“ berichtete am Samstag über den Ärger vieler Taxifahrer, die von der Polizei erst einige Zeit nach dem ersten Verbrechen gewarnt wurden. Die Ermittler hatten unmittelbar nach Bekanntwerden der Vergewaltigung zwar die großen Taxizentralen informiert, bei kleinen Taxi-Betrieben kam die Warnung aber erst mit Verspätung an. In der Kürze der Zeit sei mehr nicht möglich gewesen, sagte der Sprecher weiter.

Deutlich mehr als 500 Spuren hatten die Ermittler zuletzt verfolgt. Welche davon schließlich zu dem 28-Jährigen führten, dazu äußerte sich die Polizei zunächst nicht.

dpa

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