Sicherheitsskandal: Da hilft auch kein Nacktscanner...

München - Nach der Sicherheitspanne am Münchner Flughafen ist eine Debatte über die Qualifikation des Personals entbrannt.

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Bayerns FDP wies am Donnerstag darauf hin, dass in diesem Fall auch kein Nacktscanner geholfen hätte, das Problem sei vielmehr fehlendes oder schlecht ausgebildetes Personal. “Erneut zeigt sich, dass die Technik funktioniert. Wenn Fehler passieren, dann durch fehlende Personalausstattung“, sagte der FDP-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Hacker, am Donnerstag dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Beim Check-In eines Passagiers hatte am Mittwoch dessen Notebook Sprengstoff-Alarm ausgelöst, dennoch konnte der Mann das Gerät wieder an sich nehmen und sich unerkannt im Sicherheitsbereich des Airports entfernen.

Eine Auswertung der Videoaufnahmen vom Sicherheitscheck habe bislang keine Hinweise auf die Identität des Mannes ergeben, sagte der Sprecher der Flughafenpolizei, Albert Poerschke, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Ermittler fahnden weiter nach einem Mann mittleren Alters.

"Wie jemand nach der Kontrolle mit seinem Laptop einfach so verschwinden kann, das ist mir unerklärlich“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Bayern, Harald Schneider, dem BR. Allerdings gebe es an den Flughäfen oft zu wenig Personal bei den Kontrollen. “Deshalb halte ich es für notwendig, dass das Sicherheitspersonal, aber auch die Polizei an den Flughäfen verstärkt wird.“

Eine mögliche Spur zu dem Mann nach Spanien hatte sich zerschlagen. In Madrid hatte die Grenzpolizei eine aus München ankommende Maschine ohne Ergebnis überprüft. Nach der Panne war ein Teil des Müncher Airport-Terminals II am Mittwoch stundenlang gesperrt gewesen, mehr als hundert Flüge verspäteten sich oder wurden annulliert.

dpa

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