Oktoberfest beginnt

„O'zapft is“! - München im Ausnahmezustand

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Mit zwei Schlägen hat OB Christian Ude auch 2012 die Wiesn eröffnet.

München - "O`zapft is - Auf eine friedliche Wiesn!" Um Punkt 12 Uhr hat der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude - erneut mit nur zwei Schlägen - das 179. Oktoberfest eröffnet. 

Wiesn-Start im Regen: Impressionen

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Das größte Volksfest der Welt dauert bis zum 7. Oktober. Bierliebhaber müssen sich wieder auf höhere Preise einstellen. Der Liter kostet zwischen 9,10 und 9,50 Euro. Auf der Wiesn 2011 hatten die rund 6,9 Millionen Besucher 7,9 Millionen Mass Bier getrunken sowie mehr als 522.000 Brathendl, knapp 125.000 Schweinswürstl, 69.900 Schweinshaxn sowie 118 ganze Ochsen verzehrt.

O'zapft is

Das Bier fließt - "O'zapft is"

Das Anzapfritual entstand 1950, beim zweiten Oktoberfest nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals griff der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer im Schottenhamel-Zelt zum Schlegel, um das erste Fass anzuzapfen. Er brauchte 19 Schläge. Auch Ude musste am Anfang Lehrgeld zahlen: Im seinem ersten Amtsjahr 1993 ertönten nach dem sechsten Schlag „Aufhören-Aufhören“-Rufe - trotzdem musste der Linkshänder noch einmal nachsetzen, bis er mit dem erlösenden Ruf „Ozapft is“ die Wiesn eröffnen konnte.

Wer heute zum Anzapfen antritt, bereitet sich meist vor - Ude mit seinem langjährigen Anzapftrainer, dem Brauer Helmut Huber. Er übt mit Ude vor dem Anstich und steht bei der Eröffnung in den entscheidenden Sekunden neben Ude. Geübt wird erst mit einem leeren Fass, dann mit einem Wasser gefüllten. Erst dann darf der Debütant sich an einem richtigen Bierfass versuchen. Denn Bier enthält Kohlensäure, und der dadurch entstehende Druck macht das Anzapfen noch einmal schwieriger - und unter Umständen auch ziemlich feucht.

Alle Infos zur Wiesn auf unserem Partner-Portal oktoberfest-live.de

Oberbürgermeister Christian Ude ist beim Anzapfen Rekordhalter. Als erster OB schaffte es der SPD-Politiker 2005 erstmals, den Zapfhahn mit nur zwei Schlägen in das Fass treiben. Den Versuch, mit einem einzigen Schlag auszukommen, hat er nie unternommen. Es wäre nicht fachgerecht, sagt er selbst. Denn ein einziger wuchtiger Schlag mit dem drei Kilogramm schweren Schlegel würde das Fass zu sehr erschüttern und das Bier zum Schäumen bringen. Außerdem könnte der Zapfhahn wieder aus dem Fass herausgedrückt werden. Eine Bierfontäne wäre die Folge.

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