(Oster)Marschieren für den Frieden

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Seit 50 Jahren marschieren Pazifisten zu Ostern für den Frieden.

Frankfurt/Main - Mit rund 30 Aktionen in ganz Deutschland - unter anderem am Münchner Marienplatz - hat die Friedensbewegung am Ostersamstag ihre Ostermärsche fortgesetzt.

Die Organisatoren beklagten aus aktuellem Anlass den Tod von Soldaten in Afghanistan. Die Verantwortung dafür trage die “zynische und uneinsichtige Politik“ der Bundesregierung, schrieb das zentrale Ostermarschbüro in Frankfurt am Main.

“Es muss umgehend mit dem Abzug der Truppen begonnen werden.“ Nur so habe der friedliche Aufbau eine Chance. Weitere Themen sind die Abschaffung aller Atomwaffen und der Kampf gegen deutsche Rüstungsexporte. In München versammelten sich den Veranstaltern zufolge etwa 1200 Ostermarsch-Teilnehmer.

In Leipzig kamen bis zum Nachmittag etwa 300 Demonstranten zusammen, in Wiesbaden knapp 200, in Michelstadt im Odenwald etwa 250. Weitere Protest-Aktionen waren unter anderem in Düsseldorf, Köln, Braunschweig, Saarbrücken, Stuttgart, Bremen und Kiel geplant.

Ostermärsche gibt es in Westdeutschland seit 50 Jahren. Sie entstanden 1960 nach britischem Vorbild und etablierten sich als politische Protestaktion der Friedensbewegung gegen Atomwaffen. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall des Ostblocks hat das Interesse nachgelassen.

In diesem Jahr gibt es Veranstaltungen in mehr als 70 Städten, Auftakt war am Karfreitag.

dpa

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