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Omikron: Welche Impfungen besonders gut vor der Corona-Variante schützen

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Von: Yannick Hanke

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Corona-Impfungen gelten als wirksamstes Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Manch eine Impfung schützt gar besonders gut vor der Omikron-Variante.

Berlin – Ob Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung – die Spritze gegen das Coronavirus wird auch in Deutschland weiter vorangetrieben, besonders im Fokus steht dabei der Schutz vor Omikron mit einer Impfung. Für hohe Infektionszahlen in der Bundesrepublik sorgen vor allem die Omikron-Variante und deren Unterform BA.2. Besonders hier sind Impfungen mehr als ratsam. Nicht immer kann die Impfung vor einer Corona-Infektion schützen, doch wird hierdurch das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes bis hin zu Long-Covid-Symptomen deutlich verringert.

Omikron: Impfungen schützen besonders gut vor der Corona-Variante

Wissenschaftlich wurde bereits erwiesen, dass Omikron mit all seinen Symptomen in der Regel leichtere Krankheitsverläufe zur Folge hat, als es beispielsweise bei der Delta-Variante oder dem Wildtyp vom Coronavirus der Fall ist. Dafür ist Omikron weitaus ansteckender als andere Varianten, die Omikron-Unterform BA.2 überträgt sich sogar noch schneller und leichter.

Eine Spritze wird mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus befüllt.
Neue wissenschaftliche Studien informieren über den Schutz von Corona-Impfungen gegen die Omikron-Variante. (Symbolbild) © Dinendra Haria/imago

Damit das Risiko von potenziell lebensbedrohlichen Verläufen und Long Covid verringert wird, sollte das Angebot der verschiedenen Corona-Schutzimpfungen tunlichst wahrgenommen werden. In Europa kann mittlerweile auf die Vakzine der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Janssen Pharmaceutica NV sowie Novavax zurückgegriffen werden.

Deren Sicherheit und Wirksamkeit wurden zuvor von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) überprüft und positiv bewertet. Die Omikron-Variante wirbelt beim Corona-Schutz durch Impfungen jedoch einiges über den Haufen.

Boosterimpfung erhöht Anzahl der Antikörper gegen Omikron – stellt Impfstoff-Hersteller vor große Herausforderung

Denn wenn sich ein Virus wie Corona stark verändert und Varianten wie Omikron oder die Omikron-Unterform BA.2 mit all ihren Symptomen zur Folge hat, muss auch auf dem Impfstoffmarkt entsprechend reagiert werden. Aktuell arbeiten die Hersteller der Impfstoffe deswegen mit Hochdruck an neuen Produkten. Biontech als Entwickler vom Corona-Impfstoff Comirnaty informiert im Rahmen einer im Fachblatt „Science“ veröffentlichten Studie über Folgendes:

Bei Personen, die nur zwei Dosen (Comirnaty) erhalten hatten, war die Fähigkeit, die Omikron-Variante zu neutralisieren, gering, während eine dritte Dosis BNT162b2 die Erkennung von Omikron durch Antikörper deutlich verbesserte.

Impfstoff-Hersteller Biontech informiert in „Science“ über eine Corona-Studie

Omikron: Schutz vor Corona-Variante 23-fach höher als nach nur zwei Corona-Impfungen

Tatsächlich seien die Omikron-neutralisierenden Antikörpertiter einen nach Monat der Boosterimpfung im Vergleich zu den Werten nach zwei Dosen um das 23-fache erhöht gewesen, heißt es von Biontech weiter. In seinen Forschungen hinsichtlich der Wirksamkeit von Corona-Impfungen in Bezug auf die Omikron-Variante steht Biontech aber nicht allein auf weiter Flur.

Boosterimpfung gegen Corona: Nur dritte Auffrischungsimpfung gegen Virus lässt Antikörper bilden, die Omikron blockieren können

Denn auch die Medizinische Universität Wien widmet sich der Frage, wie gut denn aktuell eingesetzte Impfstoffe gegen Omikron wirken. Dabei kommen die Forscher aus Österreich jedoch zu einem ernüchternden Ergebnis. Praktisch gar kein Schutz vor einer Omikron-Infektion, die durch starken Pollenflug verstärkt werden kann, würde für Zweifach-Geimpfte und Genesene bestehen, die an bisherigen Sars-CoV-2-Varianten wie Delta erkrankt waren. In einer Pressemitteilung informiert die Medizinische Universität Wien noch weiter über ihre Erkenntnisse:

Nur Menschen, die sich mit einer dritten Corona-Impfung gegen Covid-19 immunisieren lassen haben, bilden Antikörper, die auch Omikron teilweise blockieren können.

Die Medizinische Universität Wien in einer Pressemitteilung

Zum Vorgehen der Corona-Studie: Das Team um Leiter Rudolf Valenta vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien hatte untersucht, wie sich Impfungen auf den körpereigenen Schutz vor Omikron, Delta und den Corona-Wildtypen auswirken. Dabei hätte die Boosterimpfung, der aktuell noch keine vierte für alle Personengruppen in Deutschland folgt, bei vielen Menschen ausreichend Antikörper entwickelt, „um sie vor einer Omikron-Infektion zu schützen“.

Impfstoff gegen Omikron und alle Corona-Varianten: Experte spricht sich für neues Vakzin aus

Demgegenüber stünde aber auch ein Anteil von 20 Prozent, bei denen die Boosterimpfung eben keinen Schutz vor einer Omikron-Infektion und ihren mitunter speziellen Symptomen aufgebaut hätte. Deswegen spricht sich Immunologe Valenta für die Entwicklung eines breit wirksamen Kombinationsimpfstoffes aus. Dieser soll gegen alle Corona-Varianten, Omikron mit eingeschlossen, schützen.

Ehe es so weit ist und ein entsprechender Impfstoff unter anderem auch gegen Omikron vorliegt, „bieten nur wiederholte Impfungen mit den vorhandenen Impfstoffen Schutz“, heißt es abschließend von Rudolf Valenta. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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