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Omikron-Variante BQ.1.1 resistent gegen Antikörpertherapie

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Von: Elias Bartl

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Spritze mit dem an die Omikron-BA.1-Variante angepassten Impfstoff im Impfzentrum Mainz
Wie gut schützt der neue Impfstoff gegen Omikron? Eingeschränkte Studien zeigen: Der Schutz ist nicht signifikant höher, als der von anderen Vakzinen. © Sebastian Gollnow/dpa

In Deutschland gewinnt die Corona-Subvariante Omikron BQ.1.1 an Bedeutung. Analysen zufolge ist sie gegen alle derzeit verwendeten therapeutischen Antikörper resistent.

Göttingen – Für die Behandlung der Corona-Subvariante Omikron BQ.1.1 werden offenbar neue Therapien notwendig. Alle derzeit zugelassenen Antikörpertherapien wirkten bei ihr nicht, teilte das Deutsche Primatenzentrum am Mittwoch, 23. November 2022, in Göttingen mit. Die Analyse von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Einrichtung sowie der Universität Erlangen-Nürnberg zu Omikron BQ.1.1 wird in der Fachzeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ vorgestellt.

Corona-Subvariante Omikron BQ.1.1: Behandlung mit Medikamenten wie Paxlovid

Vor allem in Regionen, in denen Omikron BQ.1.1 stark verbreitet ist, sollten Ärzte bei der Behandlung infizierter Risikopatienten nicht allein auf Antikörpertherapien setzen, sondern zusätzlich weitere Medikamente wie Paxlovid in Betracht ziehen, sagte Studienleiter Markus Hoffmann laut der Nachrichtenagentur dpa. Darüber hinaus müssten neue Antikörpertherapien entwickelt werden.

In seinem aktuellsten Wochenbericht wies das Robert Koch-Institut (RKI) am vergangenen Donnerstag auf eine Vervierfachung bei der neuen Omikron-Virusvariante BQ.1.1 in Deutschland innerhalb der vergangenen vier Wochen hin. Der Anteil des Erregers lag demnach bei acht Prozent. Bei ihren Laboruntersuchungen an Zellkulturen stellten die Forschenden fest, dass Omikron BQ.1.1 weder durch einzelne Antikörper noch durch Antikörpercocktails neutralisiert werden konnte. Gegen einige Präparate waren auch andere Subtypen schon immun. Ursache der Resistenzen seien Mutationen des sogenannten Spikeproteins des Coronavirus, hieß es.

Omikron BQ.1.1 in Deutschland: „Neue Antikörpertherapien erforderlich“

„Die immer weiter fortschreitende Resistenzentwicklung von Sars-CoV-2-Varianten macht es erforderlich, dass neue Antikörpertherapien entwickelt werden, welche insbesondere auf die derzeit zirkulierenden und zukünftige Virusvarianten abgestimmt sind“, erläuterte Stefan Pöhlmann, Leiter der Abteilung Infektionsbiologie am Primatenzentrum mit Blick auf Omikron BQ.1.1. „Idealerweise sollten sie auf Regionen im Spike-Protein abzielen, die nur wenig Potenzial für Fluchtmutationen aufweisen.“ (DPA/EB)

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