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Omikron-Impfstoff von BionTech soll im Oktober kommen – Lauterbach fordert BA.5-Vakzin

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Von: Anika Zuschke

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Wann kommt endlich ein Corona-Impfstoff gegen die dominierenden Omikron-Varianten auf den Markt? BioNTech nennt erstmals einen konkreteren Zeitpunkt im Herbst.

Berlin – Der gefürchtete Corona-Herbst 2022 rollt langsam aber sicher auf Deutschland zu und bei Vielen ist die dritte Impfung bereits einige Monate her. Deswegen kommen inzwischen zunehmend die Fragen auf: Wann sollte ich mich ein viertes Mal gegen Corona impfen lassen – und wann kommt endlich der längst verkündete Omikron-Impfstoff auf den Markt? Dazu nannte BioNTech nun erstmals einen konkreteren Zeitpunkt.

BionTech: Omikron-Impfstoff soll im Oktober 2022 kommen – verkündet BioNTech

Bislang lässt der erhoffte Omikron-Impfstoff auf sich warten, stets war im Zuge dessen immer nur vage vom Herbst die Rede. Doch nun bereitet sich BioNTech laut der Tagesschau wohl auf die Markteinführung von gleich zwei an Omikron angepassten Impfstoffen vor. Demnach könnte die Auslieferung der lang ersehnten Vakzine bereits im Oktober 2022 beginnen – sofern die Impfstoffe genehmigt werden.

„Unsere Covid-19-Produktpipeline umfasst variantenangepasste Impfstoffkandidaten sowie Impfstoffkandidaten der nächsten Generation, die auf einen längeren und breiteren Schutz abzielen“, erklärte BioNTech-Chef Ugur Sahin Tagesschau zufolge. Diese Omikron-Impfstoffe kämen im Herbst gerade rechtzeitig zur anvisierten Booster-Kampagne. Damit diese aber auch sinnvoll vonstattengehen kann, fordert Karl Lauterbach jetzt schon Klarheit zur 4. Corona-Impfung.

Impfstoff gegen Omikron wird bereits produziert – doch Zulassung steht aus

Einer der beiden Omikron-Booster wird bereits seit diesem Frühjahr produziert – rund 100 Millionen Impfdosen sind laut der Zeit schon vorrätig – doch steht immer noch die Zulassung für das Vakzin aus. Für Europa wird diese im September erwartet.

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Der Omikron-Impfstoff von den Herstellern BioNTech und Moderna basiert auf der damals kursierenden Omikron-Variante BA.1 – Gesundheitsminister Karl Lauterbach zufolge ist das aber nicht unbedingt sinnvoll. Ginge es nach ihm, solle der neue Impfstoff auf dem aktuell dominanten Omikron-Subtyp BA.4/5 basieren, sagte er dem Spiegel. „Wir gehen in Deutschland davon aus, dass BA.4/5 bei der aktuellen Variante die bessere Impfstoffzusammensetzung ist“, so der SPD-Politiker.

Eine Frau mit Maske hält eine Corona-Spritze vor ihr Gesicht.
Im Oktober sollen endlich neue Omikron-Impfstoffe kommen – pünktlich zur Booster-Kampagne im Herbst. © ANP/Imago

Lauterbach fordert Omikron-Impfstoff gegen Variante BA.5

Das klingt nachvollziehbar, schließlich ist die Corona-Variante Omikron BA.5 in Deutschland ganz eindeutig die dominierende Variante. In den USA ist eine Zulassung für den auf BA.1 basierenden Omikron-Impfstoff deswegen auch nicht geplant. Ganz im Gegenteil: Die US-Zulassungsbehörde „Food and Drug Administration“ (FDA) hatte den Impfstoffherstellern empfohlen, nur noch einen angepassten Impfstoff basierend auf den vorherrschenden Subtypen BA.4/5 zu entwickeln. Dafür soll diesen Monat noch eine klinische Studie beginnen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hingegen habe Lauterbach zufolge eine solche Richtungsentscheidung nicht vorgegeben. Politisch gesehen sei es für den Gesundheitsminister schwer zu vermitteln, warum in den USA ein aktuellerer Booster eingesetzt werde als in Deutschland. Deswegen habe er Spiegel zufolge dafür gesorgt, „dass die Unternehmen jetzt auch für die EU sehr zügig BA.4/5 entwickeln, zur Zulassung und Auslieferung bringen.“

Erste Dosen Omikron-Impfstoff gegen BA.5 eventuell schon ab Oktober 2022

Informationen der Tagesschau nach könnten erste Dosen dieses Omikron-Impfstoffes ebenfalls ab Oktober 2022 ausgeliefert werden. EMA hatte das Prüfverfahren für das Vakzin schon Mitte Juni gestartet. Darüber hinaus ist auch ein angepasster Impfstoff des US-Herstellers Moderna in der Prüfungs-Pipeline von EMA.

In einem Gespräch mit dem ZDF vor wenigen Tagen sprach sich Lauterbach bereits deutlich für die neuen Impfstoffe aus – in Anbetracht der neuen Vakzine würden die alten Impfstoffe sogar „mehr oder weniger wertlos“ werden. „Wenn man im Herbst die Impfung nutzen will, um in Bars, Café und Restaurants reinzukommen, dann macht es natürlich Sinn, die neuen Impfstoffe abzuwarten“, so der Gesundheitsminister. Lauterbach selbst erkrankte gerade erst an Corona – und schluckte zur Irritation der Deutschen das Covid-Mittel Paxlovid.

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