Fall landet vor Gericht

Mann verbrennt unabsichtlich 540.000 Euro - Ganz ganz mieses Versteck

+
Die 540.000 Euro gingen fast alle in Flammen auf (Symbolbild).

In Soest hat ein Mann versehentlich 540.000 Euro verbrannt. Der Besitzer des Geldes verklagte ihn. Wie das passieren konnte?

Soest - Im nordrhein-westfälischen Soest ist einem Mann etwas äußerst Kurioses passiert: Er verbrannte 540.000 Euro! Versehentlich. Wie das passieren konnte?

Kurios: Mann verbrennt 540.000 Euro 

Eigentlich sollte der Mann nur auf die Werkstatt eines Kumpels aufpassen, der gerade im Urlaub war. Was dieser ihm nicht verraten hatte: Weil er kein Vertrauen in Banken hat, hatte der Werkstattbesitzer 540.00 Euro in Folie verpackt und im Heizkessel der Ölheizung in seiner Werkstatt deponiert, wie Bild berichtet. Vor Gericht soll der Besitzer der Werkstatt ausgesagt haben, dass die Anlage vom Schornsteinfeger wegen erhöhter Abgaswerte gesperrt worden war. Er habe sie also demontiert. 

Freund kümmert sich um Werkstatt - Geld geht in Flammen auf

Ein Freund des Werkstattbesitzers sollte sich um die Werkstatt kümmern, solange er im Urlaub war. Also bekam der Freund die Schlüssel. Allerdings setzte in dieser Zeit Frost ein. Der Freund hatte daher Sorge, dass die Wasserrohre in der Werkstatt platzen könnte - und setzte daher die Heizung in Gang. Mit dem besagten Ende - das Geld verbrannte.

Video: 540.000 Euro aus Versehen verbrannt

Schadenersatzklage gegen Freund, weil er das Geld verbrannt hat

Als der Werkstattbesitzer wieder zu Hause war, fand er im Heizungskessel nichts vor außer Asche. Er ließ bei der Bundesbank in Mainz eine Analyse durchführen. Die ergab, dass in der Asche Geldscheine im Wert von 20.400 Euro nachgewiesen werden konnten. Der Mann bekam diesen Betrag erstattet. 

In welchen Fällen man verbranntes Geld erstattet bekommt, verrät merkur.de*.

Doch was war mit den restlichen 520.000 verbrannten Euro? Die wollte er auch wiederhaben - und verklagte seinen Freund auf Schadenersatz. Die Klage landete beim Landgericht Arnsberg. 

Bekommt der Werkstattbesitzer 520.000 Euro von seinem Freund?

Die Entscheidung des Landgerichts Arnsberg - die im Detail in den Akten nachzulesen ist (Az. I-2 = 347/18) - fiel klar aus: „Es ist vernünftigerweise nicht damit zu rechnen, dass ein Heizkessel als Versteck für Geldzeichen genutzt wird, zumal Papiergeld besonders feueranfällig ist”. So lautete das Urteil des Gerichts, das laut Welt bereits am 13. September 2019 gefällt wurde. Damit wurde der Freund des Werkstattbesitzers von jeder Schuld freigesprochen. 

Ein Bauer aus dem bayrischen Grub hatte wochenlang Müll verbrannt. Und tarnte es als Daxenfeuer. Merkur.de* berichtete.

she

*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Neue Raketenangriffe aus Gaza - Israel tötet Dschihadisten

Neue Raketenangriffe aus Gaza - Israel tötet Dschihadisten

"Apokalyptische Zerstörung": Hochwasser verwüstet Venedig

"Apokalyptische Zerstörung": Hochwasser verwüstet Venedig

16. Ausbildungsmesse der BBS Rotenburg

16. Ausbildungsmesse der BBS Rotenburg

Kirchdorfer Herbstmarkt - der Mittwoch

Kirchdorfer Herbstmarkt - der Mittwoch

Meistgelesene Artikel

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg - Medizinerin: Grausige Kratzspuren auf Körper des Opfers

Gruppen-Vergewaltigung in Freiburg - Medizinerin: Grausige Kratzspuren auf Körper des Opfers

„Goodbye Deutschland“: Angela aus München zieht nach Afrika - „Rosarote Elefantennummer“

„Goodbye Deutschland“: Angela aus München zieht nach Afrika - „Rosarote Elefantennummer“

"In the ä tonight": Die Ärzte geben große Tour für 2020 bekannt

"In the ä tonight": Die Ärzte geben große Tour für 2020 bekannt

Döner darf jetzt nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot ärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“

Döner darf jetzt nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot ärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“

Kommentare