Demos gegen Rechts in Dortmund und Neuruppin

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Mit Plakaten wie diesem protestierten die Dortmunder gegen den Neonazi-Aufmarsch.

Dortmund - In Dortmund haben am Samstag mehrere tausend Menschen bei rund 30 Demonstrationen und Veranstaltungen gegen einen Aufmarsch von 700 Rechtsextremisten demonstriert.

Zu größeren Zwischenfällen kam es bis zum Samstagabend nach Polizeiangaben nicht. Linksgerichtete Demonstranten bewarfen Polizisten mit Steinen und Böllern. Einige Beamte erlitten Verletzungen, Polizeiwagen wurden durch Steinwürfe beschädigt.

Für den Abend hatte die Stadt zu einem “Friedensfest“ unter dem Motto “Für Dortmund. Gegen Nazis“ eingeladen. Dabei sollte unter anderen der irische Musiker Bob Geldof auftreten.

Bei einer Attacke von vermutlich linksgerichteten Demonstranten auf Polizisten wurde der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Dortmunder Stadtrat, Mario Krüger, verletzt. Er trug nach eigenen Angaben eine Platzwunde im Gesicht und eine Gehirnerschütterung davon. Er sei dazwischengegangen, als die Demonstranten die Polizisten mit schweren Pflastersteinen angriffen, sagte der 52-Jährige. Dabei habe er von einem Demonstranten einen Hieb oder Tritt bekommen. Bei der Attacke wurden auch Polizisten verletzt.

„Neuruppin ist bunt“

Als sich am frühen Samstagnachmittag schätzungsweise 200 Rechte in Neuruppin (Brandenburg) in Bewegung setzten, skandierten rund 900 Gegendemonstranten “Nazis raus“.

Mit insgesamt acht Veranstaltungen wollte das Aktionsbündnis “Neuruppin bleibt bunt“ den Neonazis klarmachen, dass sie unwillkommen sind. “Die Rechten haben bei uns keine Chance“, sagte der Sprecher des Neuruppiner Aktionsbündnisses, Wolfgang Freese, vor einigen hundert Zuhörern. “Neuruppin ist bunt, bleibt bunt und wird immer bunt bleiben.“

Zuvor hatte das Polizeipräsidium Potsdam sein Verbot des Rechten- Aufmarsches aufgehoben und stattdessen Auflagen verfügt. Zur Begründung verwies das Präsidium auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das zuvor ebenfalls das Verbot einer angemeldeten Neonazi-Demonstration in Dortmund aufgehoben hatte.

Anfangs war befürchtet worden, dass gewaltbereite Teilnehmer der Dortmunder Kundgebung nach Neuruppin ausweichen könnten.

dpa

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