Neues Tief mit Regen im Anmarsch - Elbe schwillt an

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Das Stadion im ostsächsischen Zittau ist komplett vom Wasser der Neiße überspült. Acht Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser von 2002 hatte heftiger Dauerregen am Wochenende innerhalb kürzester Zeit Flüsse und Bäche im Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Polen zu reißenden Fluten anschwellen lassen.

Leipzig/Dresden - Den Hochwassergebieten in Sachsen droht mit "Wilhelmina" neues Ungemach: Das Tief bringe neuen Regen, sagte Meteorologe Hans-Jürgen Langner vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig am Sonntag.

Östlich von Zittau und dem überfluteten polnischen Bogatynia gebe es bereits erste Gewitter. Die Regenfälle könnten auch die Lage an der Elbe verschärfen, deren Wasserstand derzeit gleichbleibe oder langsam falle, sagte Karin Bernhardt vom sächsischen Landeshochwasserzentrum.

Für das tschechische Aussig (Usti nad Labem) erwarteten die Prager Behörden einen weiteren Anstieg. "Daher wird die Elbe bei uns nach kurzer Stagnation wieder ansteigen", sagte Bernhardt. "Über 95 Prozent des Einzugsgebietes liegt in Tschechien, wo es im Bereich Moldau und Elbe sehr viel geregnet hat." Nach Schätzungen von Hydrologen werde der Fluss bis Dienstag einen Pegelstand von 5,75 Metern erreichen.

Das Terrassenufer in Dresden war am Sonntag bereits gesperrt, die Sächsische Dampfschifffahrt hatte den Verkehr bis Montag eingestellt. Zudem musste die Leinwand-Bühnenkonstruktion der Dresdner Filmnächte abgebaut werden. Im Wasser trieben Gestrüpp und Baumstämme.

dpa

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