Franziskus spricht unsere Sprache

Der neue Papst hat in Deutschland studiert

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Kardinal Bergoglio winkt am Mittwoch als neuer Papst Franziskus I. im Vatikan vom Balkon. er hat in Deutschland studiert und spricht unsere Sprache.

München - Der deutsche Papst Benedikt XVI. hat seit Mittwochabend in Franziskus einen offiziellen Nachfolger. Auch der Argentinier hat Verbindungen zu unserem Land: Er hat in Deutschland studiert.

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Auch dem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche sollte es bei einem Besuch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz nicht schwer fallen, sich in der Muttersprache des Landes zu verständigen. Johannes Paul II. sprach bereits fließend Deutsch (mit seinem charakteristischen polnischen Akzent) und der emeritierte Benedikt XVI. ist ja von Geburt an ein Bayer.

Auch Franziskus hat mit der deutschen Sprache kein Problem: Der neue Papst hat immerhin in Deutschland Theologie studiert und promoviert - genauer: an der Ordens-Hochschule der Jesuiten in Frankfurt am Main. Darf man nun bei einem Deutschlandbesuch eine Papst-Ansprache im hessischen Dialekt erwarten? In Sachen Fußball-Präferenz ist bislang nur bekannt, dass Franziskus ein Fan des argentinischen Erstligisten San Lorenzo ist. Ob er aufgrund seiner Frankfurter Jahre eher der Eintracht oder dem FSV Frankfurt nahesteht, das gilt es für die Journalisten noch zu recherchieren.

Jorge Mario Bergoglio ist Papst Franziskus I.

Jorge Mario Bergoglio ist Papst Franziskus

Was muss man sonst noch von Jorge Mario Bergoglio wissen?

Neben dem Theologiestudium hat Franziskus auch einen naturwissenschaftlichen Hintergrund: Er absolvierte eine technische Schule als Chemie-Techniker. Mit 21 Jahren ging er ins Priester-Seminar. Nach seiner Priesterweihe im Dezember 1969 brachte er es schnell zum Jesuiten-Provinzial Argentiniens.

Von 1980 bis 1986 war Bergoglio Rektor der Theologischen Hochschule von San Miguel. Um seine Dissertation zu beenden, kam er 1985 zu einem längeren Aufenthalt nach St. Georgen bei Frankfurt - und spricht seither neben Spanisch und Italienisch auch Deutsch. Seit 1992 Weihbischof in Buenos Aires, ernannte ihn Johannes Paul II. im Sommer 1997 zum Erzbischof-Koadjutor und im Februar 1998 zum Erzbischof der Hauptstadt-Diözese. Seit 2001 gehört Bergoglio dem Kardinalskollegium an; von November 2005 bis 2011 war er Vorsitzender der Argentinischen Bischofskonferenz.

Im Internet machen auf Facebook aktuell zwei bemerkenswerte Bilder des neuen Papstes die Runde: Eines zeigt ihn am Gründonnerstag  des Jahres 2001, als er in einem Drogen-Therapiezentrum der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires die Füße von zwölf Aids-Kranken wäscht.

Das andere zeigt Bergoglio bei einer Busfahrt. Als Kardinal bevorzugte er öffentliche Verkehrsmittel und lehnte eine Limousine ab. Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln haben sich für ihn als Papst aber künftog wohl erledigt...

 fro/kna/dpa

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