Papst ernennt Görlitzer Bischof zum Mixa-Nachfolger

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Walter Mixa

München - Papst Benedikt XVI. hat den Görlitzer Oberhirten Konrad Zdarsa zum Nachfolger des zurückgetretenen Augsburger Bischofs Walter Mixa ernannt. Das teilte der Vatikan am Donnerstag in Rom mit.

Sein selbstgewähltes Lebensmotto könnte treffender nicht sein für die gewaltigen Aufgaben, die Bischof Konrad Zdarsa in seinem neuen Bistum Augsburg antreffen wird: “Man muss Abschied nehmen können, um auf dem Weg zu bleiben“, sagte er bereits nach seiner Ernennung zum Bischof von Görlitz. Drei Jahre ist dies erst her, und erneut macht sich der vielgereiste Geistliche auf den Weg, diesmal um Nachfolger des umstrittenen Walter Mixa in Bayern zu werden.

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In Sachsen hinterlässt Zdarsa ein versöhntes Bistum. Ähnliches soll er nun auch in Augsburg schaffen. Bereits relativ früh nach dem Rücktrittsgesuch von Walter Mixa war anzunehmen, dass Papst Benedikt XVI einen Hirten von außerhalb des zerstrittenen Augsburger Bistums bestellen würde. Dass er nach nur zwei Monaten den 66-jährigen Zdarsa ernannte, überraschte dann doch viele. Normalerweise lässt sich der Vatikan bei solchen Entscheidungen bis zu einem Jahr Zeit.

Dass es jetzt viel schneller ging, zeigt, wie gravierend die Situation in Augsburg eingeschätzt wird. Dabei setzt der Papst auf einen Bischof, der bislang erst wenig Erfahrung in diesem Amt hat, aber aus der Seelsorge kommt. Erst 2007 wurde Zdarsa zum Bischof von Görlitz an der polnischen Grenze gewählt - mit rund 30.000 Gläubigen das kleinste der 27 deutschen Bistümer. “Kirchlich ist dieses Land tiefe Diaspora“, beschreibt es sich selbst auf seiner Internetseite. Als Sohn österreichischer Eltern wurde Zdarsa am 7. Juni 1944 als siebtes Kind der Familie im sächsischen Hainichen in der Nähe von Chemnitz geboren.

In Rom Kirchenrecht studiert

Nach einer Ausbildung zum Dreher holte er das Abitur nach und studierte Theologie sowie Philosophie in Erfurt, 1974 wurde er zum Priester geweiht. 1977 studierte er Kirchenrecht in Rom und promovierte. Als Pfarrer war er nach seiner Weihe in verschiedenen sächsischen Gemeinden um Dresden und Chemnitz tätig, bevor er im Jahr 2004 zunächst zum Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen und 2007 zum Bischof von Görlitz ernannt wurde. Seine Arbeit als Bischof an der polnischen Grenze war in Görlitz, dem Rest des alten Bistums Breslau, geprägt von der Aussöhnung mit den Katholiken in Polen und Tschechien, eine Aufgabe, die ihm nun zu gute kommen soll.

Dabei gilt Zdarsa als eher konservativer Bischof, dem besonders die Ausgestaltung der Gottesdienste und das Gemeindeleben in der Kirche wichtig sind, wie die Geschäftsführerin des Diözesanrates Görlitz, Christine Schirmer, erklärt. “Er ist ein Bischof, der sehr auf seine Priester achtet“, fügt sie hinzu. Die schnelle Berufung Zdarsas sei für alle im Bistum sehr überraschend gekommen. “Aber er war jemand, der zugehört hat und der Veränderungen mit vorsichtigen Schritten im Vorfeld bedacht hat“, sagt Schirmer. Er habe immer ein offenes Ohr für die Probleme in der Gesellschaft gehabt.

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dapd

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