Nach 30 Jahren: Lebenslang für Frauenmorde

Braunschweig - Im Jahr 1981 wurden zwei Frauen in Braunschweig und Goslar ermordet. Fast 30 Jahre später hat das Braunschweiger Landgericht den heute 58 Jahre alten Täter zu lebenslanger Haft verurteilt.

Außerdem ordnete das Gericht wegen der besonderen Schwere der Schuld Sicherungsverwahrung an. Mit den 1981 begangenen Taten habe der Mann seine sexuellen Übergriffe auf die Opfer verdecken wollen, sagte der Vorsitzende Richter Wilfried Knieriem.

Erst 2005 war der bereits mehrfach vorbestrafte Angeklagte überführt worden. Eine Genspur an einer nahe dem Goslarer Tatort gefundenen Zigarettenkippe hatte die Ermittler auf seine Spur geführt. “In beiden Fällen war er als Freigänger aus dem Gefängnis unterwegs. Er wusste, dass er sich bei einer weiteren Verurteilung eine hohe Strafe einfängt“, erklärte der Richter das Motiv. Der 58- Jährige hatte zu Beginn der mehrwöchigen Verhandlung zugegeben, dass er die Frauen getötet hatte.

Der Mann hatte zunächst eine Ladenbesitzerin in Braunschweig überfallen und beraubt. Dann hatte er eine 22-Jährige sexuell belästigt und schließlich mit einem Holzklotz erschlagen. Fünf Wochen später nahm er im Landkreis Goslar eine Anhalterin mit. Auch sie bedrängte er sexuell. Als die ebenfalls 22 Jahre alte Frau auf einem Feldweg aus dem Auto fliehen konnte, verfolgte und erwürgte er sie.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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