Großeinsatz

Sprengfähiger Gegenstand in Berlin entdeckt: Behörden sehen Zusammenhang mit DHL-Erpresser 

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Polizei entschärft sprengfähigen Gegenstand vor einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz.

Ein Umschlag mit verdächtigen Drähten taucht in einer Bank im Süden Berlins auf. Die Polizei sperrt alles ab - und stellt fest: Der Inhalt hätte Menschen verletzen können.

Update 20.48 Uhr: Nach dem Fund einer gefährlichen Versandtasche in Berlin gehen die Brandenburger Behörden von einem Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser aus. Das sagte ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums am Freitagabend. Über eine mögliche Verbindung zu den in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) aufgetauchten Paketbomben hatten mehrere Medien berichtet.

Das war passiert: In einer Berliner Bankfiliale ist am Freitag eine verdächtige Versandtasche mit Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Experten der Polizei entschärften das Päckchen. Der Umschlag im DIN-A4-Format habe „pyrotechnisches Material“ enthalten. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Er betonte aber auch: „Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können.“

Bankangestellter alarmierte Polizei wegen verdächtigem Päckchen

Gegen 11.30 Uhr wurde der Umschlag von einem Post-Briefträger in der Bank in Berlin-Steglitz abgegeben. Als ein Bankangestellter ihn öffnete, sah er Drähte und alarmierte die Polizei. Das komplette Bank- und Wohngebäude sowie die direkte Umgebung an der Einkaufsstraße wurden geräumt und stundenlang abgesperrt. Mehrere Buslinien wurden umgeleitet.

Sichtbare Zündvorrichtung wurde entfernt

Kriminaltechniker entfernten die sichtbare Zündvorrichtung. Anschließend untersuchte ein Sprengstoffroboter, gesteuert von Spezialisten der Polizei in Schutzanzügen, die Versandtasche. Das gefundene Pulver müsse noch genauer analysiert werden, sagte Neuendorf. Die Kripo untersucht nun, ob sich Fingerabdrücke oder DNA-Spuren an dem Umschlag finden lassen, um einen Absender zu identifizieren. Kurz nach 16.00 Uhr wurden die Sperrungen wieder aufgehoben.

Zusammenhang mit dem DHL-Erpresser?

In Potsdam war vor sechs Wochen in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Damit sollten vom Paketdienstleister DHL mehrere Millionen Euro erpresst werden. Bislang habe man den oder die Erpresser noch nicht fassen können, hieß es am Freitag von der brandenburgischen Polizei. Die Berliner Sendung kam allerdings nicht über DHL.

dpa

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