Nach der Flut: Aufräumen im Erzgebirge

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Aufräumarbeiten in Chemnitz.

Chemnitz - Im Erzgebirge und in Chemnitz hat nach der Flut vom Wochenende das Aufräumen begonnen. Zuerst müssen die Schäden aufgenommen und die Flussläufe gesäubert werden.

“Wir verschaffen uns gerade einen genauen Überblick zu den Schäden“, sagte Christian Zschammer von der Flussmeisterei am Montag. Mauern seien eingebrochen, Böschungen abgerutscht. “Die Flut ist weg - die Schäden sind geblieben.“

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Am Dienstag solle damit begonnen werden, die Flussläufe von Geröll und Baumstämmen wieder frei zu machen. Bei dem plötzlichen Hochwasser am Wochenende waren in Neukirchen im Erzgebirge drei Menschen gestorben. Sie ertranken in einem Keller bei dem Versuch, Waschmaschinen in Sicherheit zu bringen.

Ministerpräsident Tillich: Infrastruktur wiederherstellen 

In vielen sächsischen Hochwassergebieten wird daran gearbeitet, dass Strom und auch Trinkwasser wieder fließen. Während sich die Situation in Chemnitz und in der Sächsischen Schweiz durch den Rückgang der Flut entspannte, war sie an der Neiße nördlich von Görlitz nach wie vor angespannt, sagte ein Sprecher des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich am Montag.

Tillich (CDU) informierte sich in Zittau über die Schäden der Flut vom Wochenende. Die Stadt liegt im Dreiländereck Deutschland-Polen- Tschechien. Ministerpräsident Tillich wehrte sich gegen Vorwürfe, der Freistaat tue zu wenig für den Hochwasserschutz. “Diese Kritik teile ich nicht“, sagte er nach Angaben seines Sprechers.

Sachsen habe nach der Flutkatastrophe 2002 rund zwei Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Deiche seien verlegt, saniert und neu gebaut worden. “Aber einen absoluten Hochwasserschutz kann es nicht geben“, sagte Tillich. Auch die Behörden und Katastrophenschutz-Kräfte vor Ort hätten schnell und effektiv reagiert.

dpa

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