Studien beginnen noch 2022

Nach Corona-Impfstoff: Biontech/Pfizer entwickeln Vakzin gegen Gürtelrose

Zu sehen ist, wie eine Person geimpft wird.
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Biontech/Pfizer haben angekündigt, nach dem Impfstoff gegen Corona auch ein Vakzin gegen Gürtelrose entwickeln zu wollen. (Symbolbild)

Biontech/Pfizer können nicht nur Impfstoff gegen Corona entwickeln. Denn wie die beiden Unternehmen mitteilen, soll nun auch ein Vakzin gegen Gürtelrose entstehen.

Mainz/New York – Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und US-Partner Pfizer tun sich erneut zusammen. Gemeinsam soll ein Impfstoff gegen Gürtelrose entwickelt werden. Dies würde das erste derartige Vakzin auf Basis der mRNA-Technik darstellen, die schon beim Impfstoff gegen Corona angewendet wurde. Das teilten beide Unternehmen am Mittwoch, 5. Januar 2022, mit.

Unternehmen:Biontech
Gründung:2008
CEO:Uğur Şahin (2008–)
Hauptsitz:Deutschland
Gründer:Uğur Şahin, Özlem Türeci, Christoph Huber
Tochtergesellschaften:BioNTech Innovative Manufacturing Services GmbH u.v.m.

Biontech/Pfizer kündigen Impfstoff gegen Gürtelrose an – Vakzin auf Basis der mRNA-Technik wie beim Mittel gegen Corona

Schon in der zweiten Hälfte von 2022 wollen Biontech und Pfizer die klinischen Studien für die Entwicklung des Impfstoffes gegen Gürtelrose beginnen. Zur Einordnung: Gürtelrose oder Herpes zoster wird durch ein Virus ausgelöst. Es verursacht meist im Kindesalter zunächst einmal Windpocken.

Doch bleibt das Virus nach dem Abklingen lebenslang in den Nervenzellen und kann zu einem späteren Zeitpunkt eine Gürtelrose verursachen. Hierfür typische Symptome sind ein brennender Schmerz, gefolgt von einer zumeist halbseitigen, bandartigen Ausbreitung von Bläschen auf der Haut.

Gürtelrose in Deutschland: Rund 300.000 Menschen erkrankt – Nervenschmerz kann noch lange anhalten

Ist der Ausschlag abgeheilt, kann ein Nervenschmerz in seltenen Fällen noch lange danach anhalten. Nach Angaben vom Robert Koch-Institut (RKI) erkranken in Deutschland jährlich rund 300.000 Menschen an einer Gürtelrose, rund fünf Prozent davon schwer. Es gibt eine Standardimpfung mit einem inaktivierten Impfstoff in zwei Dosen.

Wie die Unternehmen angeben, sollen bei dem neuen Vakzin gegen Gürtelrose eine von Pfizer entwickelte Antigen-Technologie sowie das mRNA-Verfahren von Biontech genutzt werden. Sowohl die Entwicklungskosten als auch die Bruttogewinne aus künftigen Produktverkäufen wollen sich Biontech und Pfizer teilen.

Impfstoff mit „hoher Wirksamkeit“ gegen Gürtelrose das große Ziel von Biontech/Pfizer

„Mit dieser Zusammenarbeit möchten beide Unternehmen ihr Know-how und ihre Ressourcen nutzen, um einen neuen mRNA-basierten Impfstoff gegen Gürtelrose zu entwickeln“, sagte Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin. Das große Ziel sei es, einen mRNA-Impfstoff „mit einem vorteilhaften Risikoprofil und hoher Wirksamkeit“ zu entwickeln.

Schon wie beim Corona-Impfstoff erhält Pfizer das Recht, den potenziellen Impfstoff weltweit zu vermarkten. Ausnahmen stellen in dieser Hinsicht jedoch Deutschland und die Türkei dar, wo Biontech ebenso wie in einigen noch nicht näher genannten Entwicklungsländern die Vermarktungsrechte besitzen wird. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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