Schüler schlagen Geschäftsmann halb tot

Versuchter Mord auf Klassenfahrt

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Am Sendlinger Tor fand der versuchte Mord statt.

München - Mehrere Schüler aus der Schweiz haben in einem Gewalt-Exzess in München wahllos Passanten brutal zusammengeschlagen. Ein Opfer erlitt Brüche im Gesicht. Fünf Täter wurden ermittelt, drei verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Mordversuch vor.

Sie wollten „Spaß“, „ein paar Leute wegklatschen“ und haben „einen Kick gesucht“. Laut Staatsanwalt Laurent Lafleur nannten die festgenommen Jugendlichen dies als Motiv. Dieser niedrige Beweggrund, die Heimtücke gegen ihre völlig grundlos ausgewählten Opfer sowie das brutal Maß an Gewalt ließe laut Lafleur nur einen Schluss zu: „Wir ermitteln wegen versuchten Mordes.“

Das Video zum Fall

An Weihnachten 2007 haben zwei junge Männer in München einen Rentner in der U-Bahn brutal zusammengeschlagen.

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Die Jugendlichen waren auf Klassenfahrt und hatten am Dienstagabend nahe des Hauptbahnhofs größere Mengen Alkohol getrunken – dabei sind sie wohl in Schläger-Laune gekommen. Sie zogen los und trafen gegen 23.30 Uhr am Sendlinger-Tor-Platz auf Wolfgang O. Laut Zeugen habe einer der Beschuldigten den Versicherungsvertreter urplötzlich niedergeschlagen, mehrere Täter traten anschließend brutal auf den am Boden liegenden Mann ein. Wenig später prügelten sie laut Zeugen ohne erkennbares Motiv einen in München studierenden Bulgaren nieder, bevor sie flüchteten. Ein Augenzeuge konnte die Fluchtrichtung der Schläger so weit verfolgen, dass die Polizei noch in der selben Nacht deren Jugendherberge an der Landwehrstraße ausfindig machen konnte. Fünf Teenager wurden als Tatverdächtige festgenommen. Gegen drei 16-jährige Haupttäter erging Haftbefehl. Ein 15-Jähriger und ein 17-Jähriger sind inzwischen wieder auf freiem Fuß, sie sollen nicht unmittelbar beteiligt gewesen sein.

Der Versicherungskaufmann aus Ratingen (Nordrhein-Westfalen) erlitt mehrere Mittelgesichtbrüche, beide Kieferhöhlen sind eingeschlagen, ein Jochbein sowie eine Augenhöhle zertrümmert. Bleibende Schäden sind derzeit nicht auszuschließen. Der Student erlitt Hämatome im Gesicht und am Hals.

Die Täter stammen aus der Region Zürich, besuchten gemeinsam die Weiterbildungs- und Berufswahlschule in Küsnacht und waren auf Abschlussfahrt. Nach bisherigen Erkennnissen waren alle fünf bereits einschlägig mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Den inhaftierten 16-jährigen Mike B., Ivan Z. und Alex D. soll laut Staatsanwalt Lafleur in München der Prozess gemacht werden. Ihnen drohen bis zu zehn Jahren Jugendstrafe.

Aus den Verhören erfuhren die Ermittler, dass die Schläger wohl vor Wolfgang O. bereits eine Gruppe von drei etwa 60-jährigen Männern an der Sonnenstraße attackiert und diese vermutlich ebenfalls verletzt hatten.

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