Sprecher erklärt Aufruf

Masern-Alarm in Münchner McDonald‘s-Filiale: Darauf hofft jetzt das Gesundheitsreferat 

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In einer Münchner McDonald´s-Filiale könnten sich Gäste mit Masern infiziert haben (Symbolbild).

Besucher einer McDonald‘s-Filiale in München könnten sich mit Masern angesteckt haben. Das Gesundheitsreferat hat einen Aufruf gestartet.

Update 15. März, 9.30 Uhr: Am Dienstag wurde bekannt, dass sich Gäste der McDonald‘s-Filiale in München-Trudering mit Masern infiziert haben könnten. Einen entsprechenden Hinweis hatte das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) in der Rathausumschau veröffentlicht. „Wenn uns Masern-Fälle gemeldet werden, ist nur in seltenen Fällen nachzuvollziehen, wo es zur Infektion gekommen ist“, sagt ein RGU-Sprecher. Der Effekt des Aufrufs lasse sich deshalb kaum eruieren.

„Bei einer befürchteten Infektion sollten Leute, die sich zur fraglichen Zeit in der betroffenen McDonald‘s-Filiale aufgehalten haben, zum Arzt gehen. Stellt der Masern bei ihnen fest, werden wir darüber informiert“, erklärt der Sprecher den Hintergrund des Aufrufs. Der Vorfall könne die Bevölkerung zum Nachdenken anregen. „Vielleicht lassen sich einige jetzt doch impfen“, hofft der RGU-Mann.

Mitarbeiter in Münchner McDonald‘s-Filiale mit Masern infiziert: So reagiert das Unternehmen

Update 13. März, 14.05 Uhr: Auf Anfrage unserer Redaktion hat sich McDonald‘s Deutschland zum Vorfall in München-Trudering geäußert. „Alle Mitarbeiter von McDonald’s Deutschland und seiner Franchise-Nehmer müssen vor Arbeitsantritt eine Belehrung nach Artikel 43 des Infektionsschutzgesetzes vorweisen. Im Zuge dieser Belehrung werden sie unter anderem über das Tätigkeitsverbot bei bestimmten ansteckenden Krankheiten informiert, sowie über die Informationspflicht gegenüber ihrem Arbeitgeber“, heißt es zur Politik des Unternehmens. Zudem fänden spezielle Mitarbeiter-Schulungen statt.

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In dem nun vorliegenden Fall sei ein Mitarbeiter an Masern erkrankt. „Dieser ist nach Auftreten der ersten Symptome zu seinem Hausarzt gegangen, welcher ihn selbstverständlich umgehend krankgeschrieben hat. Der betroffene Mitarbeiter wurde in der Folge nicht mehr im Restaurantbetrieb eingesetzt“, erklärt ein Unternehmenssprecher. Dass das Gesundheitsreferat in einem solchen Fall die Öffentlichkeit informiert, entspreche dem üblichen Vorgehen.

Meldung von Dienstag: Masern-Alarm in Münchner McDonald‘s-Filiale: Mehrere Gäste infiziert?

München - Gäste einer McDonald‘s-Filiale in München könnten Kontakt zu einer an Masern erkrankten Person gehabt haben. Das hat das Referat für Gesundheit und Umwelt in der Rathaus-Umschau vom Dienstag bekannt gegeben. Es handelt sich um die McDonald‘s-Filiale in Trudering. Dort könnten Besucher am Montag, 4., und Mittwoch, 6. März, jeweils zwischen 11 und 19 Uhr, möglicherweise mit einer an Masern erkrankten Person in Berührung gekommen sein.

Gäste, die sich in den genannten Zeiträumen in diesem McDonald's aufgehalten haben und weder gegen Masern geimpft noch die Masernerkrankung durchgemacht haben, könnten sich dort angesteckt haben. Sie könnten nun selbst an Masern erkranken (ab acht bis zehn Tage danach). Aufgrund der bei Masern bekannten gefährlichen Komplikationen versucht das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) bei dieser meldepflichtigen Infektion, nicht immune Kontaktpersonen zu finden, um sie auf ihr mögliches Risiko hinzuweisen. 

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München: McDonald‘s-Gäste könnten sich mit Masern infiziert haben

Das RGU bittet deshalb diesen Personenkreis, sich umgehend im Sachgebiet Meldewesen unter 233-47809 zu melden. Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende Virusinfektion, die einhergeht mit Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Bindehautentzündung der Augen. Nachfolgend tritt ein Hautausschlag auf, der häufig hinter den Ohren und im Gesicht beginnt. 

Für an Masern erkrankte Personen sowie, deren nicht immune Kontaktpersonen gilt nach dem Infektionsschutzgesetz ein Besuchsverbot für Gemeinschaftseinrichtungen wie Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen. Für Rückfragen und weitere Informationen steht das Referat für Gesundheit und Umwelt, Sachgebiet Meldewesen, unter der Telefonnummer 233-47809 zur Verfügung.

Derweil hält die Landeshauptstadt auch ein Polizei-Einsatz am Wochenende in Atem, wie tz.de* berichtet. Rund um das Bundesligaspiel des FC Bayern kam es zu unschönen Szenen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

In München sorgte ein Briefumschlag mit einer verdächtigen Substanz für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Mehrere Personen verletzten sich, als sie damit in Kontakt kamen. Und ein Taxi-Fahrer hat in München mit einer unglücklichen Kettenreaktion zu kämpfen.

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