Mordfall Dennis: 20.000 Euro Belohnung ausgesetzt

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Suche nach Dennis vor zehn Jahren.

Verden - Im Mordfall von Dennis aus Niedersachsen und vier weiterer getöteter Jungen setzen die Ermittler 20.000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung des Serienmörders aus.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft auf der Homepage der Sonderkommission mit. Nachdem die Fahnder am Donnerstag neue Erkenntnisse über das Auto von Dennis' möglichem Mörder präsentiert hatten, gingen bis Freitagmittag mehr als 100 neue Hinweise ein. Die Polizei in Verden will diese nun sondieren. Die Fahnder suchen auch mit einer Phantomskizze. Der Neunjährige aus Osterholz-Scharmbeck war am 5. September 2001 nachts aus einem Schullandheim im Kreis Cuxhaven verschwunden.

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Zwei Wochen später fanden Pilzsammler etwa 45 Kilometer von dem Heim entfernt seine Leiche in einem Gebüsch. Er war erstickt worden. Die Ermittlungen machten die Polizei auf Parallelen zu anderen ungeklärten Fällen aufmerksam. Die Beamten gehen davon aus, dass der Unbekannte für fünf Morde zwischen 1992 und 2004 und rund 40 Missbrauchsfälle verantwortlich ist.

Die Opfer waren immer Jungs. Am Donnerstag hatten die Ermittler fast zehn Jahre nach der grausamen Tat an dem kleinen blonden Jungen erstmals seit langer Zeit wieder konkrete Fortschritte vermeldet und eine Zeugenaussage über das Fahrzeug präsentiert. Nach den neuen Hinweisen zu Dennis macht sich jetzt auch die Polizei Flensburg wieder Hoffnung, einen ähnlichen Fall lösen zu können.

Beide Taten würden demselben Täter zugeschrieben, teilte sie am Freitag mit. 1995 war ein Achtjähriger, der ebenfalls Dennis hieß, aus einem Zeltlager am Selker Noor (Kreis Schleswig-Flensburg) verschwunden. Seine Leiche wurde später in Dänemark gefunden. Nach Angaben eines Profilers ist der Täter wahrscheinlich ein unauffälliger, sozial integrierter Mann, bei dem Nachbarn und Freunde kaum Verdacht auf einen Zusammenhang mit den Morden vermuten würden. Die Soko in Verden arbeitet seit dem Verschwinden von Dennis 2001 ohne Unterbrechung an dem Fall. Bislang wurden rund 7800 Spuren bearbeitet.

dpa

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