Mord beim Autokauf: Habgier als Motiv

Fulda/München - Die tödlichen Schüsse auf einen 17-Jährigen aus München bei einem vorgetäuschten Autoverkauf sind weitgehend aufgeklärt. Ein Richter hat gegen einen 38-Jährigen Haftbefehl erlassen.

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17-Jähriger bei Autokauf durch Schüsse getötet

Ein am Montagabend festgenommener Tatverdächtiger aus dem mittelhessischen Grünberg hat nach Überzeugung der Behörden das Opfer am Freitagabend mit sechs Schüssen aus kurzer Distanz aus Habgier getötet. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, erließ am Dienstag ein Richter Haftbefehl wegen Mordes und versuchten Raubes. Der Festgenommene schweigt zu den Vorwürfen.

Die Ermittler kamen dem 38-Jährigen durch Bilder einer Überwachungskamera und eine Beschreibung von Täter und Fluchtwagen auf die Spur. “Als wir die Fotos hatten, war mir klar: Wir kriegen ihn - früher oder später“, sagte der Fuldaer Polizeipräsident Alfons Hoff. Auch die 30 Jahre alte Freundin des Mannes wurde in Frielendorf (Schwalm-Eder-Kreis) von einem Einsatzkommando festgenommen. Die Polizei ermittelt gegen sie wegen Beihilfe.

Die Tatwaffe, eine Pistole mit Kaliber neun Millimeter, wurde noch nicht gefunden. Wie die Polizei weiter berichtete, ist der Verdächtige vorbestraft. Er habe bereits bei Vermögensdelikten versucht, sich zu bereichern. Einmal wurde wegen Körperverletzung gegen ihn ermittelt. Die Polizei hat nach unbestätigten Informationen den mutmaßlichen Mörder bei einer Familienfeier im nordhessischen Frielendorf geschnappt.

Der 17-Jährige war am Freitag mit seinem 19 Jahre alten Schwager von München nach Fulda gefahren. Dort wollte er für knapp 15 000 Euro einen Kleinbus kaufen. Der Wagen war für seinen Onkel bestimmt, der in München einen Autohandel betreibt. Käufer und Verkäufer trafen sich in einem Schnellrestaurant am Bahnhof. Von dort aus ging es auf einen Parkplatz. In einer schwer einsehbaren Gasse eröffnete der Täter das Feuer auf den 17-Jährigen. Der 19-Jährige, der das Geld für den Kauf bei sich trug, konnte flüchten. Er gab der Polizei später eine genaue Beschreibung des Täters sowie des Kombis mit Konstanzer Kennzeichen, mit dem der Täter flüchtete. Der Wagen wurde am Montagabend dann in Frielendorf gesehen.

Auf die Identität des aus Grünberg stammenden Tatverdächtigen kam die Polizei durch den Tipp eines Polizisten. Die von der Überwachungskamera am Fuldaer Bahnhof aufgezeichneten Bilder des Mannes wurden intern bei der Polizei veröffentlicht. Darauf erkannte ein Beamter ein Mitglied seines Sportvereins.

Die Polizei zeigte sich nach dem schnellen Fahndungserfolg erleichtert. Der Vorfall habe die Region beunruhigt. Die schnelle Klärung des Falls sei daher wichtig, meinte Hoff. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Fulda, Peter Gast, sagte: “Das war ein außergewöhnliches Verbrechen. Eine Tat aus dem Nichts.“

dpa

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