Mutmaßlicher Mörder fühlte sich zu Schüssen "gezwungen"

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Der Angeklagte Guido N. (M) schützt sich zwischen seinen Anwälten Erhard Frank (l) und Malte Heise (r) mit einem Aktenordner vor dem Medieninteresse im Gerichtssaal des Landgerichts Leipzig.

Leipzig - Der mutmaßliche Doppelmörder von Groitzsch hat sich nach Angaben eines psychiatrischen Gutachters zu den Schüssen auf drei Menschen “gezwungen“ gefühlt. Doch das ist noch nicht alles:

Wie Norbert Leygraf von der Universität Duisburg-Essen am Montag vor dem Landgericht Leipzig sagte, erklärte der Angeklagte Oberbayer Guido N. ihm gegenüber, er habe sich in der sächsischen Kleinstadt südlich von Leipzig terrorisiert gefühlt. Man habe ihn bestohlen und sein Eigentum zerstört, weshalb er sich nur noch mit einem Revolver bewaffnet auf sein dortiges Grundstück begeben habe.

Im August vergangenen Jahres hatte der 41-Jährige laut Anklage zwei Männer erschossen, die er auf dem Gelände einer früheren LPG in Groitzsch angetroffen hatte. Er schoss auf beide, weil er sich von ihnen bedroht fühlte, sagte der Gutachter aus, der im Dezember acht Stunden lang mit dem Angeklagten gesprochen hatte. Vor der Polizei hatte er jegliche Aussage verweigert. Schon im April 2009 hatte er auf einen dritten Mann geschossen, der seinen Verletzungen später erlag. Diese Tat wurde als Totschlag angeklagt. Die Männer waren 19, 23 und 27 Jahre alt.

Zu Beginn des Verhandlungstages hatte N. erklärt, dass er das Geschehen bedaure. Es tue ihm leid, was er angerichtet habe. Drei Menschenleben seien unwiederbringlich verloren. Dafür bitte er um Verzeihung.

dapd

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