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Omikron-Variante BA.2: Subtyp wohl noch ansteckender

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Die Corona-Pandemie bringt immer neue Virus-Varianten hervor, aktuell dominiert Omikron. Ein Omikron-Subtyp könnte die aktuelle Welle aber verlängern.

Berlin – Die Infektionslage in der Corona-Pandemie ist dynamisch, auch in Niedersachsen gab es zuletzt mehr Infektionen und weniger Impfungen. Ein baldiges Pandemie-Ende ist kaum in Sicht. Die hochinfektiöse Omikron-Variante sorgt für das rasante Ansteigen der Infektionszahlen, wenngleich die Verläufe unter der Virus-Variante offensichtlich weniger schwer sind. Jetzt bereitet ein neuer Subtyp Experten hinsichtlich der Dauer der aktuellen Corona-Welle Sorgen. Es geht um die neue Omikron-Variante BA.2.

Corona-Pandemie: Omikron-Subtyp BA.2 noch infektiöser – Impfstoffe wirken dafür offenbar besser

In der Corona-Pandemie gibt es einen neuen Subtyp der Omikron-Variante, der die Forschung beschäftigt. Schon die erste bekannte Form der Omikron-Variante erwies sich als hochinfektiös und beschleunigt das pandemische Geschehen massiv. Der neue Omikron-Subtyp BA.2. soll noch ansteckender sein. Nach Angaben von Experten scheint BA.2 etwa 1,5 Mal so infektiös zu sein wie die bisher bekannte Form BA.1. Das ergeben erste Einschätzungen der dänischen Gesundheitsbehörden, dort geht ein Großteil der Neuinfektionen auf den neuen Omikron-Subtyp zurück.

Mehrere Proben mit der Aufschrift „Omikron“. Die neue Omikron-Variante BA.2 soll noch infektiöser sein als das bisher bekannte BA.1. Die Corona-Welle könnte sich deshalb verlängern.
Die neue Omikron-Variante BA.2 soll noch infektiöser sein als das bisher bekannte BA.1. Die Corona-Welle könnte sich deshalb verlängern. © dpa

Auch eine Wiederansteckung von Menschen, die eine Infektion mit BA.1 hinter sich haben, soll möglich sein. Britischen Forschungsergebnissen nach haben die bisher bekannten Impfstoffe dafür eine höhere Wirksamkeit gegen BA.2, als gegen BA.1. Während Booster-Impfungen zu etwa 63 Prozent gegen eine symptomatische Infektion mit BA.1 schützen, liegt der Impfschutz gegenüber BA.2 offensichtlich bei 70 Prozent. Bei Biontech arbeitet man aktuell an einem spezifischen Omikron-Impfstoff, bei Moderna wiederum an einem Kombi-Impfstoff gegen das Corona-Virus und die Grippe.

Corona-Pandemie: Neue Omikron-Variante BA.2 könnte aktuelle Corona-Welle laut Experten verlängern

Die gute Nachricht zuerst: Die Forscherinnen und Forscher, die sich mit der Omikron-Variante BA.2 befassen, gehen nicht davon aus, dass der neue Subtyp für noch einmal deutlich steigende Infektionszahlen in der Corona-Pandemie sorgen wird. Auf der anderen Seite nehmen sie an, dass er die aktuelle Corona-Welle deutlich verlängern könnte. Zur Tödlichkeit von B1. im Vergleich zu B2. kann bisher nichts Gesichertes gesagt werden. Wie der Business-Insider berichtet, sollen erste Daten aus Dänemark bisher nicht auf eine gestiegene Zahl an Krankenhauseinweisungen unter BA.2 hindeuten.

Bisher war davon ausgegangen worden, es gäbe eine kurze und dafür intensive Omikron-Welle. Die Prognose war, die Fälle würden schnell steigen, doch ebenso schnell wieder sinken. Länder wie England und Dänemark haben derweil einen Großteil der Corona-Regeln abgeschafft, es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Variante auf die Dauer der Welle in diesen Ländern auswirkt. Die britische Regierung um Boris Johnson will jetzt auch die Impfpflicht im Gesundheitswesen kassieren – begründet wird dies unter anderem mit den weniger schweren Verläufen unter Omikron.

Omikron-Variante: Grünenpolitiker Janosch Dahmen hält Lockerungen der Corona-Regeln in nächster Zeit für unwahrscheinlich

Auch aus der deutschen Politik gibt es nachdenkliche Stimmen zum neuesten Subtyp der Corona-Pandemie. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen dämpft mit Blick auf die neue Omikron-Variante BA.2 Hoffnungen auf baldige Lockerung der Corona-Regeln – zumindest für die nächsten vier Wochen. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte er, der neue Subtyp würde den Höhepunkt der aktuellen Welle wahrscheinlich verzögern. Es sei davon auszugehen, dass im Februar nicht mit einem Rückgang der Infektionszahlen gerechnet werden kann.

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Eine Wiedererkrankung von BA.1-Genesenen mit BA.2 soll möglich sein, wie groß der Immunisierungs-Effekt für die Genesenen genau ist, ist noch unklar. Dahmen sagt „Angesichts von BA.2 sind umfassende Lockerungen in den nächsten vier Wochen eher unrealistisch.“ Es ist schwer Schritt zu halten, bei den verschiedenen Virus-Varianten der letzten Monate, die Informationsflut ist groß. Eins, soviel ist gewiss, braucht es auch in den kommenden Wochen noch: Geduld.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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