Mixa räumt Fehler ein und bittet um Verzeihung

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Walter Mixa akzeptiert die Entscheidung des Vatikans

Augsburg - Walter Mixa akzeptiert die Entscheidung des Vatikans und stellt seinen Rücktritt als Bischof nicht weiter infrage. Außerdem hat er die Gläubigen um Verzeihung gebeten.

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Der ehemalige Bischof von Augsburg, Walter Mixa, will seinen Rücktritt künftig nicht mehr infrage stellen. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Mixas und der Augsburger Bistumsleitung hervor. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert die Erklärung im Wortlaut: 

“Im Rahmen eines Gesprächs haben Vertreter der Augsburger Bistumsleitung und der emeritierte Bischof von Augsburg, Dr. Walter Mixa, am 22. Juni 2010 eine abschließende gemeinsame Erklärung verabschiedet. Darin stellt Bischof em. Mixa seinen Rücktritt nicht mehr in Frage.

Das Gespräch zwischen Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald, dem Ständigen Vertreter des Diözesanadministrators Domkapitular Prälat Karlheinz Knebel, Weihbischof Dompropst Dr. Dr. Anton Losinger, Domdekan Prälat Dr. Dietmar Bernt und Bischof em. Dr. Walter Mixa, an dem auch die jeweiligen Rechtsanwälte Konrad Gritschneder für die Bistumsleitung und Gerhard Decker für Bischof em. Dr. Walter Mixa teilnahmen, führte zu einer einvernehmlich gefundenen Fünf-Punkte-Erklärung:

1. Bischof em. Dr. Mixa verlässt die Wohnung im Bischofshaus.

2. Die Diözese wird, um einer endgültigen Entscheidung des Nachfolgers im Bischofsamt nicht vorzugreifen, eine vorübergehende Wohnung für Bischof em. Dr. Mixa suchen. Eine Abstimmung mit den bayerischen Bischöfen gemäß deren Erklärung vom heutigen Tag wird gesucht.

3. Der Einladung des Heiligen Vaters zu einem Gespräch in Rom will Bischof em. Dr. Mixa gerne nachkommen; sein Rücktritt und dessen Umstände werden hierbei nicht in Frage gestellt.

4. Für den Druck, den er bei Unterzeichnung seines Rücktritts empfunden hat, macht Bischof em. Dr. Mixa niemand verantwortlich und niemandem Vorwürfe.

5. Bischof em. Dr. Mixa will sich in einem persönlichen Schreiben an die Gläubigen der Diözese Augsburg wenden.“

Bitte um Verzeihung und Versöhnung

Außerdem hat sich Mixa mit der Bitte um Verzeihung und Versöhnung an die Gläubigen im Bistum Augsburg gewandt. Er bitte alle nochmals um Verzeihung für das, “was ich nicht richtig gemacht habe und bitte gleichzeitig um die Bereitschaft zur gegenseitigen Versöhnung und auch wieder zu gegenseitigem Vertrauen“, schreibt Mixa in einem offenen Brief, der auf der Homepage des Bistums veröffentlicht wurde. “Das ist mein ganz großer Wunsch, und ich hoffe und bete darum, dass uns dies in der kommenden Zeit“ gelingen möge. Er habe dem Papst schweren Herzens seinen Rücktritt angeboten, den er jetzt akzeptiere.

dpa

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