Mixa sagte Truppenbesuch ab

Berlin - Der mit Prügelvorwürfen konfrontierte katholische Bischof Walter Mixa wird vorerst nicht die deutschen Soldaten in Afghanistan besuchen.

Der Augsburger Bischof, der seit 2000 das Amt des katholischen Militärbischofs innehat, wollte in der kommenden Woche die Truppe und die deutschen Militärseelsorger besuchen. Wegen wichtiger Termine in seiner Diözese Augsburg habe er die Reise abgesagt, bestätigte eine Sprecherin des Militärbischofsamtes am Freitag in Berlin. Die Reise war vom 13. bis zum 17. April geplant. Die Bundesregierung vermied es am Freitag, zu den Vorwürfen gegen den Geistlichen Stellung zu nehmen.

Mixa soll in den 70er und 80er Jahren Kinder in einem Heim in Schrobenhausen misshandelt haben. Er war damals Gemeindepfarrer. Mehrere ehemalige Heimkinder haben ihn öffentlich der Misshandlung beschuldigt. Im Auftrag der Katholischen Waisenhausstiftung Kinderheim St. Josef in Schrobenhausen soll nun ein Rechtsanwalt als Sonderermittler die Vorwürfe aufklären. Er kündigte für den Nachmittag eine Erklärung an. Gegen ihn gibt es seitens der ehemaligen Heimkinder Vorbehalte. Sie ziehen seine Unabhängigkeit in Zweifel, weil er von der katholischen Stiftung bezahlt wird.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Steffen Moritz, sagte im Zusammenhang mit den Vorwürfen, er könne sich nicht zu “irgendwelchen Spekulationen“ einlassen. Aussagen würden erst gemacht, wenn es eine verlässliche Basis gebe, sagte Moritz auf die Frage, ob Mixe als Militärbischof das “uneingeschränkte Vertrauen“ des Verteidigungsministers habe. Dem katholischen Militärbischof mit Amtssitz in Berlin obliegt die verantwortliche kirchliche Leitung der Militärseelsorge. “Er steht in keinem Dienstverhältnis zum Staat, sondern wird von der Kirche im Einvernehmen mit dem Staat ernannt“, heißt es auf seiner offiziellen Internetseite.

DAPD

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