Missbrauchsfall in Stuttgarter Kirchengemeinde

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Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Stuttgart ist mit einem Missbrauchsvorwurf konfrontiert worden. Dieser liegt über 40 Jahre zurück.

Stuttgart - Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Stuttgart ist mit einem Missbrauchsvorwurf konfrontiert worden. Dieser liegt bereits über 40 Jahre zurück. 

Gemeindepfarrer Heinz-Ulrich Schüür teilte der Nachrichtenagentur dpa am Ostersonntag mit, ein 54-Jähriger habe berichtet, er sei vor 40 Jahren von einem früheren Pfarrer der Gemeinde sexuell missbraucht worden - über einen Zeitraum von neun Monaten. Der Geistliche sei 1994 gestorben. “Das ist eine schwierige Situation: Wir haben einen Kollegen, der sich nicht mehr wehren kann und einen Mann, der absolut Glaubwürdiges erzählt“, betonte Schüür.

Der Pfarrer sei zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Missbrauchs pensioniert gewesen und habe nicht mehr in Stuttgart gewohnt. Nähere Angaben zu dem Fall wollte Schüür nicht machen. “Nun wollen wir wissen, ob es noch andere Opfer gibt.“ Sie sollen sich bei der Gemeinde melden.

Gemeinsam mit den anderen 23 protestantischen Landeskirchen bildet die evangelisch-reformierte Kirche die evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Der reformierte Zweig der protestantischen Glaubensfamilie ist besonders stark in der Schweiz, in Frankreich, in Schottland, in den Niederlanden und in Ungarn vertreten. Zur Stuttgarter Gemeinde gehören heute etwa 900 Gemeindemitglieder, die über ganz Württemberg verstreut wohnen.

dpa

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