Aufsehenerregender Fall

Missbrauch im Darknet - Zentralstelle Hannover übernimmt Verfahren

Nach ersten Erkenntnissen hat der 24-jährige Täter den Missbrauch der Vierjährigen nicht bestritten - nun übernimmt die Staatsanwaltschaft Hannover das Verfahren.

Hannover - Das Verfahren um den im Darknet veröffentlichten Missbrauch einer Vierjährigen hat die Staatsanwaltschaft Hannover übernommen. „Es ist heute per elektronischer Akte eingegangen“, sagte Sprecherin Kathrin Söfker am Mittwoch. Darüber hatte zuerst „Die Welt“ berichtet.

Nach Informationen der Zeitung aus Ermittlerkreisen soll der am Montag festgenommene 24-Jährige aus dem Kreis Wesermarsch den sexuellen Missbrauch des Mädchens in einer ersten Vernehmung nicht bestritten haben. Dazu konnte Söfker noch nichts sagen. Bei der Staatsanwaltschaft Hannover ist die Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltdarstellender, pornografischer oder sonst jugendgefährdender Schriften angesiedelt.

Zunächst hatte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Ermittlungen geführt. Der Mann war dank der aufsehenerregenden öffentlichen Fahndung mit Fotos des missbrauchten Mädchens gefasst worden. Ihm wird vorgeworfen, das Kind zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht zu haben. Aufnahmen der Übergriffe soll er auf einer kinderpornografischen Plattform im Darknet - einem abgeschirmten Bereich des Internets - verbreitet haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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