Jetzt sprechen Mircos Eltern

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Erstmals seit der Ermordung des zehnjährigen Mirco aus Grefrath haben sich die Eltern des Jungen in der Öffentlichkeit geäußert.

Grefrath - Erstmals seit der Ermordung des zehnjährigen Mirco aus Grefrath haben sich die Eltern des Jungen in der Öffentlichkeit geäußert. Sie sprechen über ihre Trauer und über Mircos Mörder.

Als in der vergangenen Woche die Leiche von Mirco gefunden wurde, “machte sich irgendwie auch Erleichterung in mir breit -

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Erleichterung, dass wir nun nicht mehr zwischen Hoffen und Bangen leben müssen“, sagte Sandra S. dem Magazin “Geistbewegt“, das zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden gehört. Die gesamte Familie habe Grefrath derzeit verlassen und erhole sich an einem anderen Ort. Erst danach werde ihr Sohn beerdigt. Trost und Halt finden die Eltern nach eigenen Angaben in ihrem Glauben. So wüssten sie genau, wo sie mit ihrer Last hin müssten: “Wir bringen sie Gott, jeden Tag aufs Neue“, sagte Sandra S.. Ihr Mann und sie sind Mitglieder der freikirchlichen Christengemeinde Krefeld. 

“Wir wollten in den ersten Tagen am liebsten gar nicht mehr das Haus verlassen, weil wir befürchteten, einen wichtigen Anruf oder Nachricht zu verpassen“, wird die Mutter in der Online-Ausgabe des Magazins zitiert. Immer hätten ein frischgebackener Kuchen oder duftende Kekse auf dem Tisch gestanden. “Damit auch Gebackenes da ist, wenn der Mirco wieder nach Hause kommt.“

Nach Festnahme von Olaf H. habe sich auch Erleichterung breitgemacht, “dass wir nun nicht mehr zwischen Hoffen und Bangen leben müssen“, sagte die Mutter, die außer Mirco noch einen Sohn und zwei Töchter hat.

Den mutmaßlichen Mörder Olaf H. bezeichnet die Mutter als “belasteten Menschen, der nicht wusste, wohin mit seiner Last“. “Er muss wohl im wahrsten Sinne des Wortes vom Teufel geritten worden sein“, sagte die Frau. Mircos Schicksal war fast fünf Monate ungewiss. Erst in der vergangenen Woche wurde der Tatverdächtige Olaf H. festgenommen. Der Mann ist geständig und hatte die Ermittler zum Tatort geführt. Seitdem sitzt der 45-jährige Familienvater aus dem nahegelegenen Schwalmtal unter anderem wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Er soll Mirco am Abend des 3. September entführt, sich in einem Waldstück an ihm vergangen und ihn dann umgebracht haben.

Der Fall Mirco in Bildern

Bilder von den Ermittlungen im Fall Mirco (10) aus Grefrath

Die Eltern Mircos hatten sich Ende September über das WDR-Fernsehen an den noch unbekannten Täter gewandt: “Gib uns bitte unser Kind zurück oder sage, wo wir Mirco finden können“, verlas die Mutter unter Tränen. “Wir und seine Geschwister würden ihn gerne in unsere Arme nehmen, sagen, dass wir ihn liebhaben und dass alles wieder gut wird. Und falls das Schlimmste eingetroffen ist, müssen wir Abschied nehmen und irgendwie weiterleben.“ Mit einem ökumenischen Trauergottesdienst nehmen die Menschen in Grefrath an diesem Donnerstagabend Abschied von dem Jungen.

dapd

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