Millionenschäden nach Hochwasser

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Das Hochwasser geht zurück. Nun wird Bilanz gezogen.

Dresden - Nach dem verheerenden Hochwasser in Sachsen wird dort Bilanz gezogen und aufgeräumt. Es sind Schäden in Millionenhöhe entstanden. Das Nachbarland Brandenburg kommt wohl deutlich glimpflicher davon.

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Aufräumen in Sachsen

Die Hochwassergefahr für Sachsen ist einstweilen gebannt - jetzt beginnt dort das große Aufräumen und es wird Bilanz gezogen. Schon jetzt ist klar, dass die Schäden viele Millionen Euro betragen werden. Glimpflicher wird wohl das Nachbarland Brandenburg davonkommen, wo sich die Lage an Neiße und Spree inzwischen weiter entspannte. Für eine Entwarnung ist es nach Ansicht von Experten jedoch noch zu früh. In der zuletzt stark gefährdeten Stadt Cottbus war am späten Dienstagabend nicht einmal die niedrigste Alarmstufe 1 erreicht, die einem Wasserstand von mindestens 2,30 Metern entsprechen würde.

Neiße-Hochwasser in Sachsen

Neiße-Hochwasser in Sachsen

Seit Dienstagmorgen läuft kontrolliert Spreewasser aus der flussaufwärts gelegenen Talsperre Spremberg in Richtung Cottbus ab. Das Stauwerk erlaubt, die Fluten dosiert weiterzuleiten. Südlich von Guben hielt ein Deich bei Grießen den Wassermassen nicht stand, die Gemeinde wurde aber nicht überschwemmt. In Guben standen zwei Straßen in Flussnähe unter Wasser und Keller liefen voll. In der polnischen Schwesterstadt Gubin wurden mehrere Straßen überflutet. Die Situation bleibe allgemein angespannt, teilte das Potsdamer Innenressort am Dienstagabend mit. Einsatzkräfte müssten immer wieder Sickerstellen an Deichen sichern.

Am Dienstagnachmittag erreichten die Wassermassen der Neiße bei Ratzdorf die Oder, die sie vermutlich problemlos aufnehmen kann. Landesweit sind in Brandenburg nach Angaben des Innenministeriums rund 700 Helfer im Einsatz. Teilweise habe die Polizei “Hochwassertouristen“ vertreiben müssen, weil sie Helfer behinderten. In Sachsen wird das ganze Ausmaß der Flut erst allmählich deutlich. Allein im Landkreis Görlitz entstanden nach ersten Schätzungen Schäden von mehr als 50 Millionen Euro an Straßen, Brücken und öffentlichen Gebäuden. Umweltminister Frank Kupfer (CDU) will sich am heutigen Mittwoch an der Mandau im Raum Zittau ein Bild von der Lage und den Aufräumarbeiten machen. Sachsens Regierung hat zwei Darlehensprogramme für Hochwasser-Opfer beschlossen.

dpa

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